Du gehst gerne zur Arbeit und machst deinen Job mit Leidenschaft? Doch wenn du dort die meiste Zeit ohne viel Bewegung im Stehen oder Sitzen verbringst, werden deine Venen stark belastet. Und das kann sich schließlich durch schwere, schmerzende Beine bemerkbar machen. Wir zeigen dir, warum das so ist und wie du deinen Beinen mit einfachen Tricks auch am Arbeitsplatz etwas Gutes tust.

Gesund am Arbeitsplatz

Ob im Friseursalon, im Büro, im Homeoffice, am Empfang oder an der Kasse: Bei vielen Jobs kommt ein gesundes Maß an Bewegung leider viel zu kurz. Das macht auf Dauer den Venen in deinen Beinen zu schaffen: Denn bei ihrer Aufgabe, Blut Richtung Herz zu transportieren, sind sie auf die Arbeit der Beinmuskulatur angewiesen. Bei Bewegung – etwa beim Gehen – üben vor allem die Wadenmuskeln Druck auf die Beinvenen aus. Vor allem die sogenannte „Wadenmuskelpumpe“ stellt sicher, dass das Blut entgegen der Schwerkraft transportiert wird.

 

Langes Sitzen oder Stehen bewirkt jedoch nahezu einen Stillstand der Muskelpumpe. Hinzu kommt, dass im körperlichen Ruhezustand das Blut langsamer fließt. Die Venenklappen, die dafür sorgen, dass das Blut nur in eine Richtung strömt, leisten dann Höchstarbeit.

 

All dies hat zur Folge, dass weniger Blut transportiert wird und sich das Blut zunehmend in den oberflächlichen Venen der Beine staut. Dadurch schwellen Füße, Knöchel und Beine an. Auch schmerzende Beine im Ruhezustand sind leider keine Seltenheit.

Ein andauernder Bewegungsmangel wirkt sich somit früher oder später auf deine Gesundheit aus. Wenn dir nach der Arbeit die Beine wehtun, sich schwer anfühlen oder geschwollen sind, können dies erste Anzeichen für ein Venenleiden sein. Derartige Beschwerden musst du aber nicht einfach hinnehmen. Denn es gibt einiges, was du für dein Wohlbefinden und deine Venengesundheit tun kannst. Das Schöne daran: Du musst dafür deinen Arbeitsalltag nicht komplett umkrempeln. Unsere Tipps kannst du leicht umsetzen und am besten spielend zur Routine werden lassen. Tu dir und deinen Venen etwas Gutes!

Tipps für vitale, gesunde Beine

1. Bequeme Kleidung und Schuhe tragen

Achte darauf, dass deine Kleidung nicht zu straff sitzt. Wenn deine Hosen oder dein Gürtel dich einengen, ist das nicht nur unbequem – es wirkt sich auch ungünstig auf deine Blutzirkulation und deine Venentätigkeit aus. Aus dem gleichen Grund ist es auch wichtig, dass deine Schuhe nicht zu eng sitzen. Bedenke hierbei, dass deine Füße über den Tag hinweg auf ganz natürliche Weise leicht anschwellen können. Kaufe dir neue Schuhe daher am besten immer zu einer späteren Tageszeit. Und wenn Schuhe schon morgens straff sitzen, trage bei der Arbeit lieber ein anderes Paar.

Hohe Absätze oder starre Sohlen schränken das natürliche Abrollverhalten der Füße beim Gehen ein. Das bedeutet erschwerte Bedingungen für die Muskelpumpe in den Füßen. Hebe dir die entsprechenden Modelle – wenn überhaupt – also für besondere Anlässe auf. Im Alltag sind bequeme Schuhe für deine Venen die erste Wahl.

2. Beine zwischendurch hochlegen oder massieren

Wenn sich deine Beine nach langen Steh- oder Sitzphasen zunehmend schwer anfühlen, versuche, die Füße für ein paar Minuten hochzulegen. Das Hochlagern begünstigt den Rückfluss des Blutes aus den Beinen und entlastet so deine Venen.

 

Auch eine kleine Beinmassage zwischendurch tut deinen Beinen gut. Dazu kannst du ein Hilfsmittel wie einen Igel- oder Faszienball verwenden, deine Hände tun es aber auch. Starte einfach bei den Füßen und arbeite dich in Richtung Knie vor.

3. Genug trinken

Ein wesentlicher Baustein für deine Venengesundheit ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinke am besten eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag. Das hält dein Blut flüssig, was wiederum die Thrombosegefahr reduziert. Außerdem hält es deine Venenwände elastisch.

Wasser ist dabei die beste Wahl, um deine Venen gesund zu halten. Bei zuckerhaltigen Getränken wie Limonaden solltest du vorsichtig sein, ebenso beim Alkohol nach Feierabend, der weitet die Gefäße. Wenn du zwischendrin etwas mit Geschmack brauchst, greife am besten zu zuckerfreien Tees oder einer Saftschorle (mit viel Wasser).

Gesund am Arbeitsplatz ohne gutes Essen? Unvorstellbar! Wir haben einige nützliche Infos für dich zusammengestellt, mit denen du in der Mittagspause deine Venengesundheit fördern kannst.

4. Venen mit Kompression unterstützen

Bei Venenleiden sind medizinische Kompressionsstrümpfe ein wichtiger Teil der Therapie. Aber nicht nur dann: Auch wenn bei dir noch keine erheblichen Symptome vorliegen, kannst du mit Kompression einen großen Beitrag zur Prävention leisten und deine Venen unterstützen.

 

Wenn du medizinische Kompressionsstrümpfe bei der Arbeit trägst, wird mehr Druck auf deine Beinvenen ausgeübt, und die Funktion deiner Venenklappen wird unterstützt. Das sorgt für einen effektiveren Bluttransport und trägt dazu bei, dass weniger Flüssigkeit ins Gewebe absackt. Mit Kompressionsstrümpfen kannst du somit deine Beine effektiv entlasten und Schwellungen entgegenwirken – für leichte, aktive Beine, auch nach einem langen Tag im Sitzen oder Stehen.

 

Je nach Beschwerdegrad gibt es unterschiedliche Modelle, deren Wirksamkeit auf deine jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt ist. Möchtest du zum Beispiel deine Venen im Alltag unterstützen, weil Bewegung bei der Arbeit zu kurz kommt? Dann sind Stützstrümpfe mit leichter Kompression ein praktisches Mittel, das für leichte Beine sorgt. Oder wurde bei dir bereits eine Venenerkrankung diagnostiziert? In dem Fall kann dir dein Arzt sogar ein Rezept für bedarfsgerechte medizinische Kompressionsstrümpfe ausstellen. Was jedoch immer gilt: Für eine optimale Wirksamkeit ist eine perfekte Passform entscheidend. Lass dich hierzu im Fachhandel beraten und (digital) vermessen.

 

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Übrigens: Lass dich nicht von gängigen Vorurteilen irritieren. Hochwertige medizinische Kompressionsstrümpfe bieten dir ein angenehmes Tragegefühl und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Zudem sind sie in einer Vielfalt verschiedener Ausführungen, Farben und Mustern erhältlich – ob dezent für die Arbeit im Büro oder in deiner Lieblingsfarbe passend zu deinem Outfit.

5. Bewegung nicht vergessen!

Du hast es dir bestimmt schon gedacht: Bewegung ist das A und O für deine Venengesundheit – auch am Arbeitsplatz. Versuche daher, Routinen zu entwickeln, um mehr Bewegung in deinen Arbeitsalltag zu bringen. Das hilft nicht nur gegen schmerzende und schwere Beine nach der Arbeit, sondert baut auch Stress ab. Nimm dir zum Beispiel in der Mittagspause Zeit für einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft, ändere häufig deine Sitzposition und gehe rüber zu deiner Kollegin, anstatt sie anzurufen. Selbst in arbeitsintensiven Phasen sollte es zumindest drin sein, ab und zu für ein paar Schritte aufzustehen oder deine Beine zu lockern. Für zusätzliche Motivation kann ein Schrittzähler sorgen, der dir dabei hilft, aktiv zu bleiben. Und wenn du mit Bus und Bahn zur Arbeit pendelst, kannst du auf dem Nachhauseweg – wenn die Zeit es dir erlaubt – einfach ein, zwei Stationen früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen.

6. Übungen am Arbeitsplatz

Es gibt eine Reihe von Übungen für zwischendurch, mit denen du deine Wadenmuskelpumpe aktivieren und deine Venen entlasten kannst. Einige davon kannst du unmittelbar am Arbeitsplatz durchführen, andere sind eher etwas für die Arbeit im Homeoffice. Versuche, so unterschiedliche Übungen wie möglich in deinen Arbeitsalltag zu integrieren:

 

  • Bringe deine Beine auf Trab: Marschiere auf der Stelle und zieh dabei deine Knie abwechselnd kraftvoll nach oben. Deine Arme schwingen dabei locker mit.
  • Stelle dich aufrecht hin. Hebe ein Bein wenige Zentimeter vom Boden ab. Zeichne mit dem Fuß eine 8 in die Luft. Nach fünf bis zehn Wiederholungen wechselst du einfach die Seite.
  • Lege dich flach auf den Rücken, die Arme liegen gestreckt und nahe an deinem Körper ebenfalls auf dem Boden. Hebe nun die Beine an und kreise sie wie beim Radfahren für etwa 30 Sekunden in der Luft.
  • Stelle dich aufrecht hin. Deine Füße stehen möglichst dicht beieinander. Gehe nun in den Zehenstand, bis du Druck in deiner Wadenmuskulatur verspürst, und senke die Ferse anschließend wieder langsam ab. Wiederhole den Bewegungsablauf 15 Mal.
  • Nimm auf einem Stuhl Platz und stelle deine Füße auf den Boden. Hebe und senke deine Fußspitzen langsam. Wiederhole den Bewegungsablauf 15 Mal pro Fuß.

7. Mehr Gesundheit im Homeoffice

Arbeitest du viel im Homeoffice? Dann fällt es dir eventuell leichter, einige Tipps umzusetzen, etwa zwischendurch die Beine hochzulegen oder bequeme Kleidung zu tragen. Dafür besteht die Gefahr, dass du dich noch weniger bewegst als beim Gang ins Büro. Darum ist es besonders wichtig, für Bewegung zu sorgen. Integriere regelmäßige Home-Work-outs in deinen Tagesablauf und achte auf eine möglichst ergonomische Einrichtung deines Heimarbeitsplatzes. So wirkst du müden, schweren Beinen nach der Arbeit entgegen und bleibst auch im Homeoffice gesund.

8. Nach Feierabend: Bewegung und Wellness

Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Nach einem langen Tag im Stehen oder Sitzen bist du vielleicht versucht, einfach auf der Couch zu entspannen. Und klar, Füße hochlegen tut auch deinen Venen gut – gerade bei schmerzenden und schweren Beinen nach der Arbeit: Das Hochlagern entspannt deine Beine und unterstützt die Arbeit der Venen. Mit einer Beinmassage – immer von Fuß Richtung Herz – kannst du den Effekt sogar noch vergrößern.

 

Dennoch: Dein Körper – und auch dein Kopf – freuen sich über einen Bewegungsausgleich nach Feierabend. Mache einen kleinen Spaziergang im Park, treibe regelmäßig moderat Sport und unternehme am Wochenende eine kleine Wanderung oder Fahrradtour.

Wenn du dich bisher in deiner Freizeit nicht viel bewegt hast, weil dir die Zeit fehlt, du eher der Typ Sportmuffel bist oder deine Beine nach der Arbeit schmerzen, lass dich bitte nicht entmutigen. Fange mit kleinen Veränderungen an und überlege, an welchen Stellen du mehr Bewegung in deinen Alltag integrieren kannst – und nimm dir die Zeit für dich und deine Gesundheit! Denn aktiv sein tut nicht nur deinen Venen gut, sondern stärkt rundum dein körperliches und seelisches Wohlbefinden.