Eine Frau wandert in den Bergen. Sie trägt eine GenuTrain OA Kniebandage von Bauerfeind gegen ihre Kniearthrose.

Durch die stetig wachsende Lebenserwartung der Menschen steigt auch die Zahl der degenerativen Erkrankungen an. Wenn solche Verschleißerscheinungen die Gelenke betreffen, handelt es sich um Arthrose. Aber auch andere Faktoren können einen Gelenkverschleiß begünstigen, sodass es sich bei dieser Erkrankung längst nicht mehr um eine reine Alterserscheinung handelt: In Deutschland leidet mehr als jeder Zehnte unter Arthrose. Bei den Betroffenen bauen sich die schützenden Knorpelschichten in den Gelenken ab – Knie und Hüfte trifft es am häufigsten. Eine Gelenkarthrose ist zwar nicht heilbar, doch lässt sich ihr Voranschreiten mithilfe von verschiedenen konservativen Behandlungsmaßnahmen bremsen. Wir möchten dir dabei helfen, die Erkrankung besser zu verstehen, und erklären dir, wie du gegen Arthrose Schmerzen aktiv wirst.

Was ist Arthrose?

Umgangssprachlich ist Arthrose als Gelenkverschleiß bekannt. Wie in unserer Darstellung zu sehen ist, nimmt dabei die intakte Fläche der Knorpelschicht ab, die im Gelenk für den Schutz der Kontaktflächen der Knochen zuständig ist. Der zunehmende Knorpelabbau sorgt für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Im Endstadium der Gelenkarthrose verschwindet der Knorpel stellenweise ganz und Knochen reibt auf Knochen.

Wie entsteht Arthrose?

Bei Arthrose nimmt die Dicke des Knorpels ab, der im Gelenk die Kontaktflächen der Knochen umgibt. Mit der Zeit entstehen dadurch Schmerzen, zugleich werden Bewegungen weniger fließend. Diese Veränderung beginnt meist bei Menschen im höheren Alter, oft ohne zunächst erkennbare Ursache – in der Medizinsprache „primäre Arthrose“. Bei der „sekundären Arthrose“, welche auch bei jüngere Menschen in Erscheinung treten kann, kommen äußere Faktoren als Ursache ins Spiel. So etwa Übergewicht, Fehlstellungen oder erbliche Veranlagung und Überbelastung. Besonders kritisch ist für Betroffene die „aktivierte Arthrose“. Das sind entzündliche Schübe innerhalb der Gelenkkapsel, deren Substanzen den Zustand des Knorpels oft rapide verschlechtern.

Ist Arthrose heilbar?

Arthrose ist ein schleichender Prozess, der sich nie mehr ganz heilen lässt. Allerdings kann eine Therapie – je früher, desto besser – eine weitere Verschlimmerung sehr gut aufhalten. Eine Wunderwaffe gegen Arthrose gibt es nicht, doch die Kombination verschiedener konservativer Behandlungsmaßnahmen kann helfen, eine Operation hinauszuzögern und Gelenkschmerzen zu mindern: So bewirkt die Reduktion von Übergewicht eine spürbare Entlastung der Gelenke. Eine gesunde, arthrosegerechte Ernährungsweise hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern kann auch dazu beitragen, Entzündungsprozesse in den Gelenken zu hemmen. Doch vor allem regelmäßige, gezielte Bewegung mit gemäßigter Belastung ist für Arthrose-Patienten unerlässlich, um den Gelenkknorpel mit essentiellen Nährstoffen zu versorgen und die Gelenkfunktion aufrecht zu erhalten. In der Physiotherapie und bei gelenkschonenden Sportarten unterstützen dich unsere Bandagen und Orthesen.

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Häufige Fragen zum Thema Arthrose

Erste Symptome von Arthrose sind oft sogenannte Anlaufschmerzen, die bei Bewegung nach längerer Ruhepause zu spüren sind, also etwa morgens nach dem Aufstehen. Wenn diese Schmerzen über mehrere Tage anhalten, solltest du zum Arzt gehen. Er untersucht dann das betroffene Gelenk genau. Wie beweglich ist es? Wo sind die Schmerzpunkte? Gibt es Schwellungen oder Stellen mit erhöhter Temperatur? Den genauen Zustand des Gelenks verraten Röntgen, Kernspintomografie (MRT) und Computertomografie (CT). Die beste Diagnose ermöglicht eine Gelenkspiegelung – die allerdings auch Risiken, etwa von Gefäß- und Nervenverletzungen, birgt.

Arthrose ist ein Prozess, bei dem der Knorpel im Gelenk abnimmt. Es gibt derzeit keine medikamentöse Therapie, die den Gelenkknorpel wiederherstellt. Aber es gibt Möglichkeiten, Symptome zu behandeln und einer Verschlechterung entgegenzuwirken.

Natürlich hängt die Behandlung stark davon ab, wo sich die Arthrose gebildet hat. Setze deine Gelenke nicht andauernden hohen Belastungen aus und trage bei Tätigkeiten mit starker Beanspruchung eine Bandage oder Orthese, um das Gelenk zu unterstützen. Durch die Behandlung mit Physio- oder Ergotherapie können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen ebenfalls gemindert werden. Kühlung dämpft die Schmerzen im Gelenk, während Wärme die gelenkstabilisierende Muskulatur lockert und die Durchblutung fördert.

Sinkt die Lebensqualität durch die Arthrose drastisch, können in manchen Fällen nur noch operative Eingriffe helfen, wie zum Beispiel eine Arthroskopie oder der Einsatz einer Gelenkendoprothese.

In manchen Fällen kann es sein, dass konservative Therapiemaßnahmen nicht ausreichen – das betroffene Gelenk schmerzt also weiterhin und die Arthrose schreitet voran. Dann kommen Patienten nicht an einer OP vorbei, zum Beispiel einer Arthroskopie mit Knorpelersatz. Ist die Arthrose besonders weit vorangeschritten, kann nur ein künstlicher Gelenkersatz helfen und den Betroffenen ihre Beweglichkeit zurückgeben.

Derzeit gibt es keine medikamentöse Therapie zur Wiederherstellung des Knorpels, daher steht bei Arthrose die Behandlung der Symptome im Vordergrund. Schmerzlindernde Medikamente und Salben sowie Physio- oder Ergotherapie können helfen, die Beschwerden zu lindern, ebenso das Tragen einer Bandage oder Orthese. Gleichzeitig können diese Maßnahmen einer Verschlechterung entgegenwirken.

Gelenkschmerzen können in Folge von Arthrose und Arthritis auftreten - der Unterschied liegt im Krankheitsbild: Während bei einer Gelenkarthrose der Knorpelschaden die Beschwerden verursacht, beschreibt Arthritis eine vorrübergehende Gelenkentzündung. Als erste Anzeichen gelten Morgensteifigkeit und Schmerzen bei Belastung sowie Rötungen und Schwellungen. Dazu fühlt der betroffene Bereich sich warm an. Mehr zum Thema Arthritis erfährst du hier.

Arthrose kann in verschiedenen Gelenken auftreten und vielfältige Symptome auslösen. Je nach Beschwerdebild muss eine Bandage oder Orthese entlasten, führen, stabilisieren, und Bewegung korrigieren oder einschränken. Gleichzeitig können Muskeln aktiviert, der Stoffwechsel angekurbelt oder das Gewebe massiert werden. Du siehst – eine allgemeine Empfehlung zu geben, ist unmöglich, wenn man das an Arthrose erkrankte Gelenk optimal unterstützen möchte. Am besten lässt du dich von deinem Arzt und einem Experten in einem Sanitätshaus zur für dich passenden Versorgung beraten.

Wenn die Gelenke bei Arthrose schmerzen, wird jede Bewegung zur Herausforderung. Doch zu viel Ruhe kann den Zustand sogar noch verschlimmern. Schonende Bewegung ist wichtig für die Funktion der Gelenke und hilft, den Arthrose-Teufelskreis aus Schmerz und Bewegungseinschränkung zu verhindern. Dafür eignen sich gelenkschonende Sportarten, wie zum Beispiel Yoga oder Schwimmen. Muskelaufbau ist bei Arthrose ebenfalls wichtig, um die Gelenke aktiv zu stabilisieren. Egal, welchem Sport du nachgehst - es empfiehlt sich, dabei eine Bandage oder Orthese zu tragen, um dein Gelenk zusätzlich zu sichern und zu unterstützen.

Eine Schwimmerin krault durch einen See. Im Moment ragt ihr rechter Arm aus dem Wasser heraus.
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Gelenkschonende Sportarten

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