Eine Frau läuft über einen Steg an einem See. Ihre Hände streifen durch das Schilfrohr, welches an beiden Seiten des Stegs wächst.

Venenerkrankungen sind längst kein Thema mehr, das nur die ältere Generation betrifft. Das altersbedingte Nachlassen der Gewebespannung ist nur einer der Gründe, die zu Gefäßerkrankungen führt. Was als harmloser Besenreiser begann, wird schnell zur Krampfader, die nicht nur optisch stört, sondern zu verschiedenen Beschwerden führen kann. Aber auch andere Erkrankungen der Venen sollte man kennen, um sie frühzeitig zu behandeln. Hier bieten wir dir umfassende Informationen rund um Venenerkrankungen, wie man sie erkennt und was man tun kann, um ihnen vorzubeugen. 

 

Wie entsteht ein Venenleiden

In den Beinvenen ermöglicht die sogenannte „Wadenmuskelpumpe“ den Transport des Blutes zum Herzen. Durch ein Wechselspiel von Anspannen und Entspannen erzeugen die Wadenmuskeln in den Venen eine Pump- und Saugwirkung, mit der das Blut aus den Beinen herzwärts gepresst wird. Im Abstand von wenigen Zentimetern sorgen die Venenklappen dafür, dass sich das Blut immer nur in Richtung Herz bewegt. Diese ständige Beanspruchung führt über Jahrzehnte hinweg häufig zum Verschleiß der Venenwände. Sie leiern aus, die Venenklappen schließen nicht mehr vollständig, es kommt zum Blutstau und zur Überdehnung des nächsten Venenabschnitts. Wenn nichts dagegen unternommen wird, hat das negative Folgen für das gesamte Beinvenensystem: Aus vermeintlich harmlosen Besenreisern werden Krampfadern, die sich zu Venenentzündungen oder gar zum offenen Bein entwickeln können. Schlimmstenfalls droht sogar eine Venenthrombose, ein Blutgerinnsel, das eine lebensgefährliche Lungenembolie auslösen kann.

Wer ist besonders anfällig für Venenleiden?

80 Prozent aller Patienten mit Venenleiden haben eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche. Bei Frauen ist das Venensystem aufgrund schwächeren Bindegewebes und durch hormonelle Veränderungen (etwa bei Schwangerschaften) zusätzlich beansprucht.

Grundsätzlich sind die Begleiterscheinungen und Symptome therapierbar, während eine Heilung bereits geschädigter Venen nicht möglich ist. Selbst operative Eingriffe wie die Entfernung und Verödung erkrankter Venen können Stauungssymptome und Thromboserisiken reduzieren. Um weitere Venenleiden zu verhindern oder ein Fortschreiten aufzuhalten, ist aber ein gesünderer Lebensstil und das regelmäßige Tragen medizinisch bewährter Kompressionsstrümpfe ratsam.

Weitere Faktoren können das Risiko erhöhen

  • Bewegungsmangel
  • Langes Stehen oder Sitzen
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholgenuss
  • Falsche Kleidung (hochhackige Schuhe, zu enge Hosen)

Checkliste: Was du selbst gegen Venenleiden tun kannst

  • Ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Ballaststoffen
  • Mehr Bewegung, zum Beispiel Schwimmen, Radfahren oder Tanzen
  • Fördere die Durchblutung deiner Beine durch kühlende Beingüsse
  • Gehe auch mal barfuß und lege ab und zu die Beine hoch

Venen stärken mit Kompressionsstrümpfen

Kompressionsstrümpfe bestehen aus elastischem Gewebe in vier verschiedenen Kompressionsklassen mit entsprechend zunehmenden Druckstärken. Beim Tragen werden die erweiterten Venen sanft zusammengedrückt. Dadurch können die Venenklappen wieder vollständig schließen. Im Ergebnis wird die Durchblutung verbessert, die Venenschwäche gelindert und ein Fortschreiten aufgehalten. Da erweiterte Venen sich auch bei allem Training nicht regenerieren, sollte man nicht zu lange warten, Kompressionsstrümpfe zu nutzen. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Therapie sind die exakte Anpassung der Kompressionsstrümpfe und die Auswahl des für das Krankheitsbild und den Lebensstil passenden Strumpftyps. Dies geschieht am besten im Zusammenspiel von Hausarzt und Fachhandel. Natürlich kannst du die Therapie maßgeblich unterstützen, indem du deine Venen stärkst und einen gesünderen Lebensstil pflegst. Der Vorteil: Vieles, was deine Beine schöner macht, ist auch gut für die Venen.

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