Ein Mann ist draußen in der Sonne und stützt die Hände an der Hüfte gestemmt. Er trägt eine GenuLoc Knieorthese von Bauerfeind am rechten Knie.

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Gonarthrose, also die Arthrose im Knie, ist nicht heilbar. Aussichtslos ist die Lage aber nicht. Mit der richtigen Therapie können Betroffene die Symptome lindern. Wir erklären, warum Medikamente auf Dauer nicht gut sind, was auf den Speiseplan von Arthrose-Patienten gehört und wie Bewegung Schmerzen lindert.

Meist kommt sie schleichend, beginnt schmerzlos und macht sich zunächst nach Bewegungspausen bemerkbar: die Kniearthrose, von Medizinern Gonarthrose genannt. Steht die Diagnose erst einmal fest, sind viele Betroffene erleichtert: endlich wissen sie zumindest, woher die Schmerzen im Knie kommen. Doch nun gilt es je nach Stadium der Gonarthrose verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen und umzusetzen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie nicht nur Schmerzen und Bewegungseinschränkungen lindern, sondern auch den weiteren Gelenkverschleiß verlangsamen sollen.

Tabletten als Ausnahme, Sport als Regel gegen Arthrose-Schmerzen

Um eine Operation oder gar den Einsatz eines künstlichen Gelenkersatzes (Knieersatz, kurz Knie-TEP) hinauszuzögern oder zu verhindern, bieten sich sogenannte konservative Therapiemethoden an. Diese wiederum lassen sich in medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie unterteilen. 

Die golene Regel der Gonarthrose-Behandlung lautet dabei: Eine Kombination mehrerer Maßnahmen ist am wirksamsten.

Medikamente in der Kniearthrose-Behandlung

Medikamente sollten nur zeitlich begrenzt und in Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Sie können helfen, Schmerzen zu reduzieren und Bewegung ermöglichen – werden also häufig zu Beginn eines leichten Sportprogramms oder der Physiotherapie empfohlen. Bei Arthrose werden zumeist Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Dabei handelt es sich um Schmerz- und Entzündungshemmer, die aber bei einer dauerhaften Anwendung den Magen und die Blutgefäße angreifen können. Ärzte raten Gonarthrose-Patienten daher eher dazu, ihre Ernährung umzustellen, Sport zu treiben und die Knie dabei gegebenenfalls mithilfe einer Bandage oder Orthese zu entlasten, da diese Maßnahmen sich ebenfalls positiv auf das Schmerzempfinden auswirken können.

Welche Ernährung hilft bei Gonarthrose?

Je weniger Körpergewicht die Knie zu tragen haben, desto besser. Kommen Übergewicht und Gonarthrose zusammen, empfiehlt es sich also, Gewicht zu reduzieren. Eine Ernährungsumstellung kann dabei helfen. Bei allen Arthrose-Patienten gilt: Werden entzündungsfördernde Lebensmittel wie etwa rotes Fleisch oder tierische Fette in Butter, Sahne, Vollfettkäse nur selten konsumiert, kann das die Arthrose im Knie bereits positiv beeinflussen. Zucker, Alkohol und Nikotin sollten im Alltag von Arthrose Patienten die Ausnahme bleiben, da sie freie Radikale enthalten. Zu viele dieser Stoffe im Körper können Krankheiten wie Arthrose begünstigen.

Auf einem Teller wird ein gesundes Gericht mit Lachs, Kartoffeln, Brötchen und Gemüsebeilage serviert.

Auf den Speiseplan von Gonarthrose-Patienten gehören Gemüse und Obst, Salate und pflanzliche Öle, Getreide und Hülsenfrüchte sowie Fisch (vorzugsweise Lachs, Makrele und Hering).


Prof. Dr. Stefan Sell
Ärztlicher Direktor Gelenkzentrum Schwarzwald

Welche Bewegung tut gut bei Kniearthrose?

Ist der Schmerz im Knie erst einmal da, fällt Bewegung schwer. Ärzte warnen aber davor, bei Gonarthrose auf Bewegung zu verzichten und in eine Schonhaltung zu verfallen. Während einer Physiotherapie erlernen Gonarthrose-Patienten geeignete Übungen, mit deren Hilfe die Kniegelenke nach und nach wieder beweglicher werden und die Gelenkfunktion erhalten bleibt. Zugleich werden gelenkentlastende Muskeln aufgebaut und Schmerzen gelindert.

 

Während solche physiotherapeutischen Maßnahmen nur unter Anleitung erfolgen sollten, können die Betroffenen auch leicht in Eigenregie in Bewegung kommen: Hierzu bieten sich Radfahren, Walking, Schwimmen, Aqua-Jogging und Gymnastik an. Belastende Ballspiele und Sprungsportarten sind weniger günstig, denn die Knie müssen Stöße abfedern und sind somit zusätzlich belastet. Für die richtigen sportlichen Aktivitäten gilt übrigens: je früher und kontinuierlicher, desto besser. Sie helfen nämlich auch, der Arthrose im Knie vorzubeugen.

Ein älterer Herr mit Bart joggt am Strand entlang. Im Hintergrund ist das Meer zu sehen. Er trägt eine GenuTrain Kniebandage von Bauerfeind am rechten Knie.

Wie helfen Bandagen und Orthesen?

Auch wenn Bewegung gegen Schmerzen und das Fortschreiten der Gonarthrose zumeist hilft: Aller Anfang ist schwer, vor allem dann, wenn die Belastung erst einmal wehtut. Unsere Kniebandagen oder -orthesen können dabei unterstützen, trotzdem aktiv zu werden. Sie entlasten das betroffene Knie, verteilen die Belastung und stabilisieren es. Sie sitzen bequem und sind damit die idealen Begleiter im Alltag und beim Sport.

 

Welche Orthese oder Bandage ist die richtige bei Gonarthrose? In unserem Beratungsportal findest du ausführliche Informationen zu den Produkten und eine Guideline, um das richtige Hilfsmittel zu finden.

Gonarthrose Beratungsportal

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Kniearthrose: Wann muss operiert werden?

In manchen Fällen kann es sein, dass konservative Therapiemaßnahmen nicht ausreichen – das Knie schmerzt also weiterhin und die Gonarthrose schreitet voran. Dann kommen Patienten nicht an einer Knie-OP vorbei, zum Beispiel einer Arthroskopie mit Knorpelersatz. Ist die Gonarthrose besonders weit vorangeschritten, kann nur ein künstlicher Gelenkersatz helfen und den Betroffenen ihre Beweglichkeit zurückgeben.