Doktorandenprogramm Phlebologie

Bauerfeind Doktorandenprogramm

Der Doktorandenpreis richtet sich an junge Mediziner mit wissenschaftlichem Interesse auf den Gebieten Phlebologie, Lymphologie und verwandten Disziplinen. Gefördert werden soll die Durchführung einer Studie, die für einen Interessenten als Grundlage einer Promotion dient.

Er wird seit 2008 jährlich an maximal zwei Bewerber vergeben. Die Ausschreibung wurde zwischen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und dem Sponsor Bauerfeind AG Zeulenroda abgestimmt.

Interessenten reichen Ihre Bewerbung gemäß nachfolgenden Informationen (siehe BEWERBUNG UND KONTAKT) ein. Die benannte Jury entscheidet über den/die Preisträger. Die Verleihung erfolgt auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Bevorzugt werden Arbeiten, die die Kompressionstherapie in die Untersuchungen einbeziehen.

Bewerbung und Kontakt
2019 - 12. Auflage

Preisgeld

  • insgesamt 5.000 Euro pro Dissertationsprojekt

Der Preisträger erhält anteilig 3.000 Euro der Forschungsförderung (1.500 Euro bei der Auszeichnung seines Projekts und weitere 1.500 Euro bei Vorlage seiner Dissertationsschrift).
Die verbleibenden 2.000 Euro gehen an den Erstbetreuer und die dahinter stehende Institution.

  • maximal zwei Disserationsprojekte pro Jahrgang

Inhalt der Bewerbung:

  • ein Anschreiben mit kurzer Darstellung der Motivation sowie dem Namen des Doktorvaters
  • das Studiendesign mit Bezug zur Kompressionstherapie in Kurzform (max. 2 Seiten) (als Orientierung kann folgendes Dokument verwendet werden - Download Deutsch / Englisch)
  • Lebenslauf

Bewerbungsschluss:

  • 31. Juli 2019

Verleihung:

  • 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) vom 18.-21.9.2019 in Münster.

Jury:

  • Prof. Dr. M. Jünger (Greifswald)
  • Dr. H. Gerlach (Mannheim)
  • Dr. H.-J. Thomä (Zeulenroda)

Anfragen:

Preisträger 2017
Preisträger 2017

Der Förderpreis 2017 wurde durch Prof. M. Stücker (Präsident DGP) und Dr. Thomä (Bereichsleiter Phlebologie der Bauerfeind AG) auf der 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) vom 20. bis 23. September 2017 in der Liederhalle in Stuttgart verliehen.

Matthias Westermann

Mattias Westermann promoviert an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, der Ruhr Universität Bochum unter Frau Prof. Dr. Stefanie Reich-Schupke und Prof. Markus Stücker. Seine Dissertation leistet einen entscheidenden Beitrag zur Klassifizierung chronischer Venenerkrankungen. Er untersucht, im Rahmen einer prospektiven klinischen Pilotstudie, die klinische Ausprägung und subjektive Symptomatik der Varikose und chronisch venösen Insuffizienz (CVI) in Abhängigkeit von Bewegungsstörungen im Bereich des Sprunggelenks und Fußes.

Preisträger 2016
Preisträger 2016

Der Förderpreis ging 2016 parallel an zwei Preisträger. Er wurde durch Prof. M. Stücker (Präsident DGP) und Dr. Thomä (Bereichsleiter Phlebologie der Bauerfeind AG) auf der 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) vom 07. bis 10. September 2016 im Internationalen Congress Center (ICC) in Dresden verliehen.

Laura Fischer

Laura Fischer promoviert an der Medizinischen Klinik für Dermatologie und Allergologie, Abteilung für Dermatologische Angiologie-Phlebologie am Universitätsklinikum Bonn unter Prof. Dr. Eberhard Rabe. Ihre Dissertation leistet einen entscheidenden Beitrag zur Klassifizierung chronischer Venenerkrankungen. Sie evaluiert, im Rahmen einer internationalen prospektiven klinischen Multicenterstudie, die Wertigkeit des Villalta Scores bei chronischen Venenkrankheiten (VILVI). Es soll geprüft werden ob der Villalta Score geeignet ist eine Schweregradeinteilung der CVI vorzunehmen.

Martin Wenkel

Martin Wenkel promoviert an der Klinik für Gefäßchirurgie am St. Josef-Hospital an der Ruhr-Universität Bochum unter Herrn Prof. Dr. Achim Mumme. Er untersucht, im Rahmen einer retrospektiven Studie, das Postthrombotische Syndrom nach transfemoraler venöser Thrombektomie. Die Studie erfasst die venöse Funktion und das postthrombotische Syndrom nach Villalta.

Preisträger 2015
Preisträger 2015

Helen Thormählen erhielt 2015 den Förderpreis von Bauerfeind auf der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) vom 23. bis 26. September 2015 in der Kongresshalle an der Regnitz in Bamberg.

Helen Thormählen

Helen Thormählen promoviert an Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Jünger. Sie evaluiert, im Rahmen einer prospektiven klinischen Studie, die Wirksamkeit der Hautpflege bei der Kompressionstherapie. Es soll geprüft werden, inwieweit Austrocknungseffekte unter Kompressionstherapie durch tägliche Hautpflege gemindert werden können.

Preisträger 2014
Förderpreis zweifach vergeben

Zwei Doktorandinnen erhielten den Förderpreis von Bauerfeind auf der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie in München.

Charlotte Hohnsbehn

Charlotte Hohnsbehn promoviert am Universitätsklinikum Schleswig Holstein bei PD Dr. Birgit Kahle. Sie untersucht, ob bei Patienten mit Unterschenkelödem, die eine Kompressionsstrumpftherapie erhalten, eine zusätzliche intermittierende pneumatische Kompression einen positiven Effekt hat. 

Dr. Katarzyna Pochec

Katarzyna Pochec promoviert bei PD Dr. Stefanie Reich-Schupke an der Artemed-Fachklinik Bad Oeynhausen. Sie führt eine vergleichende Untersuchung zur Insuffizienz der Vena saphena magna und Vena saphena parva durch. Dabei stehen subjektive Symptomatik, klinisches Bild und duplexsonographische Parameter im Vordergrund.

Preisträger 2013
Preisträger 2013

Auf der 55. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie in Hamburg erhielt Wolfgang Konschake den Doktorandenpreis 2013 zur Unterstützung seines Promotionsvorhabens.

Wolfgang Konschake promoviert an der Universitätsmedizin Greifswald in der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten.

In seiner Dissertation erforscht Wolfgang Konschake den Zusammenhang zwischen der venösen Durchblutung des Beins und der medizinischen Kompressionstherapie. Dafür werden die venöse Abpumpleistung, die Volumenreduktion und der Tragekomfort von zwei Kompressionstrumpf-Typen bei Patienten mit CVI und gesunden Probanden ermittelt. Die beiden zu vergleichenden Kompressionsstrümpfe unterscheiden sich durch ihren Anpressdruck am Unterschenkel von proximal nach distal.

Preisträger 2012
Preisträger 2012

Auf der 54. Jahrestagung der DGP in Lübeck erhielt Corinne Grütter den Doktorandenpreis 2012 zur Unterstützung ihres Studiendesigns im Rahmen Ihrer Dissertation. Einen Sonderpreis erhielt Kai Link für sein Dissertationsprojekt. 

Corinne Grütter

Corinne Grütter promoviert am Universitätsspital Bern bei Prof. Dr. med. Iris Baumgartner. Sie erforscht in ihrem Dissertationsprojekt den Einfluss von Kompression auf die Nebeneffekte nach der Schaumsklerosierung von Varizen. Ihre vergleichende Studie wird dokumentieren, inwiefern Kompressionsstrümpfe und Kompressionsverbände zur Steigerung der Erfolgsquote einer der gängigsten Methoden der Krampfaderentfernung beitragen können. Die Ergebnisse ermöglichen eine Evaluation der Kompressionstherapie für die Nachbehandlung und schließen eine wichtige Forschungslücke in diesem Zusammenhang.

Kai Link

Kai Link promoviert an der Ruhr-Universität Bochum bei Prof. Dr. med. Markus Stücker. In Zusammenarbeit mit dem Venenzentrum Bochum arbeitet er an der Bestandsaufnahme zur  Evidenzlage der Kompressionstherapie bei CVI und Ulcus cruris venosum. Unter den Schwerpunkten der Effektivität, Ästhetik, Handling, Wirtschaftlichkeit, Compliance und Lebensqualität soll die bestehende Studienlage bewertet werden und Ausgangspunkte für zukünftige Studien zur medizinischen Kompressionstherapie liefern.

Frühere Preisträger

Preisträger 2011
Gesine Schönitz: "Einfluß des Kompressionsstrumpfes (23-32 mmHg)auf die Venenfunktion des Läufers"

David Fischer: "Bakterielle Besiedlung und deren Einflussfaktoren bei längjährig bestehenden Unterschenkelgeschwüren vor Shave-Therapie"

Preisträger 2010
Markus Koster: "Non-invasive pressure measurement of the great saphenous vein in healthy controls and patients with venous insufficiency."

Preisträger 2009
Katharina Garzon: "Einfluss der Adipositas auf den venösen Ruhedruck im Sitzen: Vergleich zwischen adipösen und normalgewichtigen Patienten mit Ulcus cruris venosum"

Preisträger 2008
Aila Pratsch: "Beinschwellungen nach inguinaler Lymphknotenchirurgie. Eine multimodale Untersuchung zu Prävalenz und Einflussfaktoren"

Okka Gerdes: "Einfluss der Kompressionstherapie auf die Expression der Proteine Tenascin C, Fibrillin 2 und α-Smooth Muscle Actin bei chronischer venöser Insuffizienz."