Gelenkschonende Sportarten

In Bewegung, aber gelenkschonend

Bei Problemen mit den Gelenken verzichten viele ganz auf Sport – doch das ist falsch. Gerade in Bewegung zu bleiben verschafft Linderung. Hier finden Sie die Top 10 Sportarten, die Ihre Gelenke schonen und von denen der gesamte Körper profitiert.

Keinen Sport zu treiben, um seine Gelenke vermeintlich zu schonen, ist der falsche Ansatz. Denn Gelenke leben von Bewegung und zu wenig davon führt dazu, dass die Knorpelschicht in den Gelenken nicht ausreichend „geschmiert“ wird – der Knorpel wird unelastisch. Das bedeutet, die Schicht wird spröde, das führt zu mehr Reibung, und das wiederum leider auch zu mehr Schmerzen. Das System dahinter ist ähnlich wie bei den Bandscheiben : Durch Bewegung bekommt die Knorpelschicht zwischen den Gelenken die nötige Versorgung von Nährstoffen. Knorpelzellen regenerieren sich zwar nicht, aber Sie können durch die richtige Bewegung Schmerzen in den Gelenken lindern.

 

Gelenkschonende Sportarten

Gelenkschonende Sportarten zeichnen sich dadurch aus: Der Körper und damit der gesamte Stütz-, Bänder- und Sehnenapparat wird von seinem Eigengewicht entlastet. Es gibt viele Sportarten, die in diese Rubrik fallen. Hier unsere Top 10 für Sie.

Ratgeber: Gelenkschonende Sportarten

1. Schwimmen

Der Wasserauftrieb reduziert die Gelenkbelastung beim Schwimmen enorm. Aber Vorsicht: Brustschwimmen kann zu Problemen mit der Halswirbelsäule führen und der Froschbeinschlag den Meniskus belasten. Deshalb empfehlen wir Kraul- und Rückenschwimmen.

2. Crosstrainer

Für Menschen mit Problemen im Kniegelenk ist der Crosstrainer die ideale Alternative zum Joggen. Das Training ist durch die elliptischen Bewegungen des Geräts schonend und ohne unangenehme Stoßbelastung.

3. Skilanglauf

Der Skilanglauf bietet mit rhythmischen Bewegungsabläufen ohne den hohen Belastungsdruck des alpinen Skilaufens ein effektives Training für nahezu alle Muskelgruppen. Als saisonale Ergänzungssportart im Schnee ist der klassische Langlauf sehr zu empfehlen.

4. Klettern / Bouldern

Grundlage des therapeutischen Kletterns bildet das seilfreie Klettern in Absprunghöhe – das Bouldern. Klettern aktiviert die Körperspannung, und durch die hohe Anforderung an Koordination, Wahrnehmung und Beweglichkeit wird eine gerade Haltung gefördert. Insgesamt kräftigt Klettern die Rumpfmuskulatur und fördert die Gelenkigkeit.

5. Radfahren

Für Knie- und Hüftgelenke ideal, denn Sie bewegen die Gelenke ohne Druck und Stoßbelastung. Wichtig sind eine möglichst kleine Übersetzung, ein geringer Widerstand, aber eine hohe Trittgeschwindigkeit. Tipp: Viel Rad fahren kann die Hüftstrecker verkürzen, deshalb nach dem Radfahren kurz dehnen.

6. Rudern

Rudern bietet ein ideales Ganzkörpertraining, bei dem die Gelenke durch fließende Bewegungen keinen ruckhaften Stoßbewegungen ausgesetzt werden.

7. Nordic Walking

Der Unterschied zwischen Joggen und Nordic Walking ist enorm: Beim Joggen oder Laufen belastet man seine Kniegelenke mit dem Zweieinhalb- bis Dreifachen des eigenen Körpergewichts. Beim Walking ist es das Eineinhalbfache des Körpergewichts. Außerdem wird durch den Stockeinsatz der gesamte Muskelapparat gestärkt und der Schultergürtel bewegt.

8. Wandern (in der Ebene)

Das gute Schuhwerk und Wanderstöcke sind das A und O, besonders bergab. Das ist nämlich nicht besonders gelenkschonend für die Knie. Eine Möglichkeit: Hochwandern und mit der Seilbahn zurück oder ebenerdiges Gelände bevorzugen.

9. Aqua-Jogging und Wassergymnastik

Aqua-Jogging macht sich die Eigenschaften Auftrieb, Widerstand und Druck des Wassers zunutze. Durch Übungen im Wasser trainieren Sie Ausdauer, Kraft und Koordination, und das bei minimaler Belastung der Gelenke.

10. Yoga, Tai-Chi und Pilates

Durch Yoga-Übungen fördern Sie die Durchblutung von schmerzenden Gelenken. Yoga sollte unter Anleitung praktiziert werden, denn nicht alle Übungen sind gelenkschonend. Tai-Chi und Pilates zeichnen sich durch sanfte und ruhige Bewegungen aus. Sie mobilisieren die Gelenke ohne Kraftaufwand.

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