Manchmal ist es wie verhext: Wenn man sich zu wenig bewegt, leidet der Rücken, und wenn man Rückenschmerzen hat, kann man sich manchmal kaum rühren. Oder man hat sich körperlich zu viel zugemutet und möchte sich lieber erst mal eine Pause gönnen. Zudem fragen sich viele, was bei Rückenschmerzen eigentlich gilt: Bewegung oder Ruhe? Die Antwort ist ganz klar: An Bewegung führt für die meisten kein Weg vorbei.

Welche Bewegung für dich die richtige ist, wird hauptsächlich von deinen individuellen Beschwerden und deinem bisherigen Bewegungsverhalten im Alltag bestimmt. Vielleicht ist dein Körper bei der Arbeit starken Belastungen ausgesetzt. Oder du bist eher der Typ Bewegungsmuffel und kannst mit Sport nicht viel anfangen. Vielleicht hast du auch Vorerkrankungen, die es zu beachten gilt, oder du bist durch starke Schmerzen schon länger in einem hohen Maße eingeschränkt, sodass an Sport erst mal kaum zu denken ist.

Wichtig ist daher unbedingt, dass du mit deinem Arzt besprichst, welche Art von Bewegung dir hilft und deine aktuelle Therapie gut ergänzt! Entscheidend ist auch, dass du dich nicht entmutigen lässt und dich gemeinsam mit deinem Arzt mit dem Thema Bewegung bei Rückenschmerzen auseinandersetzt.

Die „Bewegungstherapie“ ist eines von fünf Modulen der Bauerfeind Rückentherapie. Wenn du mehr zur ganzheitlichen Rückentherapie erfahren und auch die anderen Module kennenlernen möchtest, findest du hier alle Infos:

 

Zur Bauerfeind Rückentherapie

Hauptsache: Bewegung

So sieht es auch Susanne Gramatté. Die Fachärztin für Orthopädie und Chirotherapie behandelt seit über zehn Jahren Patienten mit Rückenschmerzen. Eine Erklärung dafür, dass immer mehr Menschen von Rückenschmerzen betroffen sind, sieht sie in der Veränderung unseres Bewegungsausmaßes: „Wir bewegen uns weniger, wir bewegen uns anders, wir sitzen anders. Wir haben uns so viele Bequemlichkeiten geschaffen, dass unsere Muskulatur nichts mehr zu tun hat.“

 

Für ihre therapeutische Arbeit bedeutet das, ihre Patienten erst einmal wieder in Bewegung zu bringen. Wichtig dabei ist, realistische Ziele zu setzen. „Viele meiner Patienten haben sich in den vergangenen Jahren kaum bewegt“, sagt Susanne Gramatté. Die Fachärztin betont, dass auch Kleinigkeiten zählen: Dehnen und Strecken am Morgen, Fahrrad statt Auto, kleine Übungen wie Hüpfen und Dehnen für zwischendurch – Susanne Gramatté empfiehlt, möglichst viel Bewegung in den Alltag zu integrieren. Am besten so, dass diese Verhaltensmuster so selbstverständlich werden wie Essen und Zähneputzen. „Entscheidend ist, wieder Spaß an Bewegung zu finden“, sagt Susanne Gramatté. Die Bewegung sollte dabei immer dem Schmerz angepasst sein. „Meine Patienten sollen austesten, was für sie möglich ist.“

Rückenschonender Sport

Wenn du eher zu den Sportskanonen zählst, gehört Bewegung schon fest zu deinem Alltag. Sport ist aber nicht gleich Sport: Bei Rückenschmerzen etwa empfiehlt Susanne Gramatté gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Wassergymnastik oder Nordic Walking. Auch Yoga, Pilates zur Kräftigung der Bauchmuskulatur, Balance-Training für die Tiefenmuskulatur und Core-Training zählen zu ihren Favoriten.

 

Manche Sportarten können hingegen deinen Rücken arg belasten. Das ist zum Beispiel beim Motorradfahren, Reiten oder Rudern der Fall. Aber keine Sorge, den Spaß daran musst du dir nun nicht nehmen lassen. Sei dir aber bewusst, dass dein Rücken dabei ordentlich gefordert wird. Zu starken Belastungen kannst du dann entgegenwirken, indem du etwa ausreichend Pausen einlegst und Ausgleichsübungen machst.

Gezieltes Training

Neben Bewegung im Alltag und rückenschonendem Sport ist ein professionelles Rückentraining unbedingt empfehlenswert, um deine Rückenschmerzen effektiv loszuwerden und langfristig schmerzfrei zu bleiben. Das gilt sowohl für Sportler als auch für Bewegungsmuffel. Vielleicht warst du auch schon bei einem Physiotherapeuten und hast dich von ihm anleiten lassen. Um Rückenschmerzen zu lindern und deinen Rücken langfristig schmerzfrei zu halten, ist eine Trainingsepisode aber meist nicht genug.

 

Wie bei Bewegung allgemein gilt auch bei gezieltem Training für den Rücken: Regelmäßigkeit entscheidet über den Erfolg. Das Gute ist, dass du dafür nicht jede Woche zur Physiotherapie oder ins Fitnessstudio gehen musst.

Es gibt so viele Möglichkeiten, auch zu Hause Übungen zu machen.


Susanne Gramatté
Orthopädin und Schmerztherapeutin

Professionell trainieren – auch daheim

Damit du daheim nicht auf ein professionelles Training verzichten musst, gibt es die Bauerfeind Therapie-App. Sie wurde mit Ärzten und Physiotherapeuten entwickelt und hat ein umfassendes Bewegungsangebot mit Übungen für deinen Rücken. Das Programm kannst du so einstellen, dass es genau zu dir passt – je nachdem, welche Beschwerden du hast und wie dein Trainingsstand ist. Selbstverständlich kannst du deinen Trainingsplan immer wieder neu anpassen und so für einen optimalen Trainingsverlauf sorgen.

 

Das Trainingsprogramm deckt unterschiedliche Maßnahmen ab: Neben Kraft- und Bewegungstraining sind auch Haltungsübungen, eine Schulung der Koordination sowie Dehn- und Entspannungstechniken in der App enthalten. Dadurch erhältst du ein ganzheitliches Training, mit dem du deinen Rücken nachhaltig stärkst und fit machst.

Starte dein Training!

Mach dich stark für deinen Rücken: Hol dir die kostenfreie Bauerfeind Therapie-App*
und starte dein individuelles Trainingsprogramm.

Hier geht’s zur App!

 

*Sofern du bereits eine Therapie verfolgst, stimmst du die Nutzung unserer Therapie-App bitte mit dem therapiebegleitenden Personal ab.

Mit Sicherheit loslegen

Wenn du unter starken Schmerzen leidest, deine Muskulatur nicht allzu kräftig ist oder du dich aus anderen Gründen unsicher fühlst, kannst du dir zusätzliche Unterstützung für deinen Rücken holen. Für Susanne Gramatté spielen bei der Behandlung von Rückenschmerzen Bandagen und Orthesen eine sehr große Rolle – vor allem für chronische Schmerzpatienten, die nicht sofort mit Bewegung loslegen können. „Ich habe festgestellt, dass Bandagen und Orthesen meinen Patienten mehr Sicherheit geben und sie sich schneller wieder bewegen können.“ Mit Bandagen bewegten sich die Patienten zudem freier und nicht mehr in einer Fehlhaltung.

Auf die Befürchtung angesprochen, dass durch das Tragen die Muskulatur verkümmern könnte, winkt Susanne Gramatté ab: „Die Bandagen von heute legen die Muskulatur nicht lahm, sondern im Gegenteil – sie aktivieren die Muskeln und sorgen für mehr Durchblutung“, erklärt die Fachärztin. „Die LumboTrain® zum Beispiel hat zudem im Rückenbereich eine Pelotte mit leicht massierendem Effekt. Das entspannt die Muskulatur zusätzlich und wird von meinen Patienten als sehr angenehm empfunden.“

Ihren Patienten rät Susanne Gramatté, die Bandage oder Orthese immer als Hilfsmittel zu sehen und sie immer dann zu tragen, wenn sie gebraucht wird. „Eine Brille tragen Sie auch nicht nachts, wenn Sie schlafen. Darum brauchen Sie die Bandage auch nur bei den Aktivitäten, die mit Schmerzen verbunden sind und bei denen mehr Sicherheit gewünscht ist.“ Außerdem sollte der Einsatz einer Bandage oder Orthese mit dem behandelnden Arzt abgestimmt sein, auch bei vorbeugender Nutzung. Mit dem Plus an Sicherheit trauen sich Patienten auch plötzlich mehr zu. „Das ist Lebensqualität, die man wieder zurückgeben kann. Bandagen sind für mich aus der konservativen Therapie nicht mehr wegzudenken.“

72 % sagen, dass ihre Rückenbandage oder Rückenorthese sehr viel oder viel zu mehr Mobilität beigetragen hat.*


*Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von eurocom e.V.
Quelle: eurocom e.V. (2021): Rückenbandagen und Rückenorthesen: Weniger Schmerz, mehr Mobilität. Link

Hol dir ein Rezept für deine Unterstützung!

Sprich mit deinem Arzt über die multimodale Rückentherapie und berate dich mit ihm, welche Bandage oder Orthese für dich die richtige ist und welche Module für dich infrage kommen. Damit du dich gut auf das Gespräch vorbereiten kannst, haben wir eine Checkliste für dich erstellt. Also: Rezept ausstellen lassen, Bandage oder Orthese holen und dein Training starten!

 

Checkliste herunterladen

Bandagen und Orthesen von Bauerfeind

Du möchtest mehr über unsere Rückenbandagen und -orthesen und ihre Wirksamkeit wissen? Hier erfährst du, was sie auszeichnet und wie sie dir bei deinen Beschwerden helfen können.

 

Rückenbandagen kennenlernen

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*Dieser Online-Ratgeber ermöglicht einen ersten Überblick über das Fachgebiet und schlägt ausgewählte medizinische Diagnose- / Behandlungsmöglichkeiten vor. Obgleich wissenschaftlich fundiert, erheben die Darstellungen keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit / Vorstellung aller Lehrmeinungen. Sämtliche Inhalte, insbesondere solche zu Diagnostik und Behandlungsformen (Texte, Bilder, Graphiken etc.), verstehen sich als unverbindliche Unterstützung der durch Arzt und Fachpersonal auszuwählenden Therapie. Dieser Online-Ratgeber ersetzt nicht die notwendige persönliche Anamnese und deren fachliche Gesamtbewertung eines Arztes / sachgerecht und qualifiziert ausgebildeten Fachpersonals unter Einbeziehung ggf. bereits laufender Therapien.