Zwei Frauen stehen in einer Turnhalle und treiben Sport. Eine Frau trägt eine SacroLoc Rückenorthese von Bauerfeind. Diese stützt die Beckenregion bei Erkrankungen des Iliosakralgelenks und anderen Störungen des Bewegungsapparates im Beckenbereich.

Unser Rücken trägt den Oberkörper und Kopf, aber oft auch Lasten wie Einkäufe oder den Schrank beim Umzug. Er stabilisiert und macht uns stark. Welche enormen Leistungen wir unserem Rücken ganz selbstverständlich abverlangen, fällt den meisten allerdings erst auf, wenn sich dieser querstellt und uns seinen Dienst verweigert. Welche Krankheits- und Verletzungsbilder es gibt, wie diese behandelt werden und was du selbst für die Gesundheit deines Rückens tun kannst, erfährst du hier.

Eine junge Frau sitzt an einem Strand. Sie macht Yogaübungen und trägt eine Leggins und einen Sport-BH.

Rückenschmerzen

Informationen rund um Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Hohlkreuz, Rückenverspannung oder ISG-Probleme

Die Wirbelsäule ermöglicht uns unsere aufrechte Körperhaltung

Darstellung der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist ein kleines Meisterwerk, das aus elastischen und stabilen Bestandteilen besteht: Hals-, Brust- und Lendenwirbel sowie Kreuz- und Steißbein. Die Wirbelkörper umhüllen das im Wirbelkanal liegende Rückenmark. Die Bandscheiben, welche zwischen den Wirbelkörpern sich befinden, dienen als Stoßdämpfer in der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule hat die Form eines „doppelten S“ und besteht aus 24 Wirbeln. Die mehrfache Biegung (Doppel-S-Form) dient der Dämpfung von Stößen. Im Hals- und Lendenwirbelbereich ist die Wirbelsäule nach vorne gekrümmt, im Brust- und Steißbereich nach hinten. Am häufigsten entstehen Rückenschmerzen im Bereich des fünften Lendenwirbels. Er bildet den Übergang zwischen Wirbelsäule und Kreuzbein.

Bewegung ist die beste Prophylaxe

Eine Frau kniet auf einer Gymnastikmatte in einem Fitnessraum und führt Dehnungs- und Stärkungsübungen durch.  Sie trägt eine LumboTrain Rückenbandage von Bauerfeind. Rückenbandagen wie die Bauerfeind LumboTrain stabilisieren, aktivieren und entlasten die Lendenwirbelsäule.

Rückenschule

Mit diesem Rückentraining zur Stärkung der Rückenmuskulatur bleibt der Rücken in Form.

Ein trainierter Rücken ist die beste Prophylaxe gegen Rückenschmerzen, denn die vielzähligen Muskelschichten stützen und entlasten die Wirbelsäule und halten den Rücken beweglich. Dann stellen auch kleinere Fehlbelastungen – die niemand im Alltag vollkommen vermeiden kann – kein Problem dar. Stabilisiert ein solides Muskelkorsett den Rücken, führt eine falsche Bewegung nicht gleich zum Hexenschuss. Es geht nicht darum, beim Training des Rückens Höchstleistungen zu erbringen. Wichtig ist vielmehr Bewegung. Regelmäßiger Sport hilft auch, zu entspannen – denn durch Bewegung wird Stress abgebaut. Entspannung ist aber auch unabhängig vom Sport wichtig: Oft sitzen wir den ganzen Tag am Schreibtisch und verkrampfen dabei – vor allem im Nackenbereich. Deshalb ist es empfehlenswert, als Ausgleich bewusst Entspannungsübungen zu machen.

Ausgleichsübungen zur Entspannung des Nackens:

  1. Armkreisen: Locker, ohne großen Krafteinsatz beide Arme nach vorne kreisen. Nach 20 Wiederholungen die Richtung wechseln und die Arme nach hinten kreisen.
  2. Schulterkreisen: Beide Schultern gleichzeitig 20 Mal nach vorne kreisen und dann rückwärts kreisen.
  3. Schulter heben: Beide Schultern Richtung Ohren heben, die Position für fünf Sekunden halten und dann wieder senken. Fünf bis zehn Wiederholungen.

Den Rücken im Büroalltag schützen

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch. Sie hat ihren Kopf auf ihre rechte Hand abgestützt.

Homeoffice: Rückenschmerzen vorbeugen

Erfahre hier, wie du deinen Heimarbeitsplatz rückenfreundlich einrichtest und wie du mit gezielten Rücken-Übungen gegen Schmerzen vorgehst!

Gerade weil Bewegung so gut tut, gilt für diejenigen, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen: Im Laufe des Tages ist Bewegung wichtig. Zwischendurch aufstehen, sich recken und strecken ist genauso wichtig wie häufig die Sitzposition zu wechseln. Jede Bewegung ist sinnvoll und entlastet die Bandscheiben, weil sie dadurch angeregt und damit besser versorgt werden. Denn bei Entlastung saugen die „Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbelkörpern aus dem benachbarten Gewebe Nährstoffe und bei Belastung geben sie verbrauchte Nährflüssigkeit ab. Die Hauptentlastung findet natürlich während der Nacht statt.

Wusstest du, dass du die Wirbelsäule im Sitzen am ehesten entlastest, wenn du dich an die Rückenlehne des Stuhls anlehnst? Nimm die die Faulenzerposition ein und wechsele zudem häufig die Sitzposition. Vermeide unbedingt, dich während des Arbeitens am Schreibtisch nach vorne zu beugen. Mit einer nach vorne gebeugten Sitzposition schadest du der Wirbelsäule – es lastet ein Gewicht von rund 170 Kilogramm auf ihr.

Wechseln zwischen verschiedenen Körperpositionen während des Tages ist extrem wichtig, weil es die Muskulatur entspannt und so Verspannungen vorbeugt. Das Bewegen zwischendurch sorgt außerdem für eine ausreichende Durchblutung und Nährstoffversorgung der Muskulatur und der Bandscheiben. Im Idealfall ist der Schreibtisch sogar höhenverstellbar, und über den Tag hinweg kann zwischen dynamischen Sitz– und Stehpositionen gewechselt werden.

Vier Regeln:

  1. Mindestens drei bis vier Mal in der Stunde einen Haltungswechsel vornehmen
  2. Regelmäßig aufstehen und kurze Bewegungspausen machen
  3. Während der Pausen immer auch ein paar Schritte gehen
  4. Auf genügend Bewegungsspielraum achten – zum einen beim Schreibtischstuhl, zum anderen bei der Beinfreiheit unter dem Schreibtisch

Unterstützung bei Rückenübungen

Mit Bewegung gegen Rückenschmerzen

Mit Bewegung gegen Rückenschmerzen

Die Fachärztin Susanne Gramatté behandelt Patienten mit Rückenschmerzen und setzt dabei auf Bandagen und Bewegung.

Wer den Kampf gegen den Rückenschmerz mit Sport aufnimmt, kann sich auch Unterstützung holen. Es bieten sich zum Beispiel Bandagen an, die eine Stützfunktion haben und somit Sicherheit geben. Durch eine neuromuskuläre Stabilisierung wird die koordinative Fähigkeit gestärkt. Man erhält Stabilität in der Bewegung. Eine Aktivbandage wie etwa die LumboTrain® hat zudem eine schmerzlindernde Wirkung, weil ein Massagepolster an 26 Punkten einen angenehmen Druck ausübt. Der Reiz im naheliegenden Gewebe kann dann den eigentlichen Rückenschmerz hemmen. Damit fällt es sehr viel leichter, wieder in die dringend nötige Bewegung zu kommen. Und du kannst den Rücken wieder so fit machen, dass die nächste falsche Bewegung nicht zu starken Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit oder gar einem Hexenschuss führt.

Um deine Rückenschmerzen optimal beandeln zu lassen, empfiehlt es sich, einen Facharzt aufzusuchen, der die Diagnose stellt. Anschließend erhältst du in einem Sanitätshaus nicht nur eine kompetente Beratung, sondern dir wird auch gezeigt, wie du dein Hilfsmittel anlegst.

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Häufig gestellte Fragen / FAQs zum Thema Rückenbandagen und -orthesen

Damit eine Rückenbandage optimal wirken und dich im Alltag oder beim Sport bestmöglich unterstützen kann, sollte sie perfekt sitzen und die schmerzenden Bereiche je nach Krankheitsbild gezielt stabilisieren, massieren oder entlasten. Innerhalb der immensen Auswahl verschiedenster Bandagentypen und -größen ist nicht jede für deine Beschwerden oder deine ganz persönlichen Anforderungen geeignet.

Um maximalen Komfort und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, solltest du dich vor der Anschaffung einer Rückenbandage stets beim Experten vor Ort– deinem Sanitätshaus – beraten lassen. Dein örtlicher Ansprechpartner kann deine individuellen Bedürfnisse bei der Auswahl der Rückenbandage berücksichtigen – für einen maximalen Tragekomfort und Therapieerfolg. Sicherlich kann man Bandagen heutzutage auch online bestellen; bedenke jedoch, dass es sich um ein medizinisches Hilfsmittel handelt, das deinen Gesundheitszustand maßgeblich verbessern soll. Eben diesen Anspruch erfüllt eine perfekt angepasste Rückenbandage am effektivsten.

Rückenbandagen sind nicht verschreibungspflichtig, du kannst diese auch ohne Rezept im Sanitätshaus vor Ort erhalten. Allerdings musst du ohne ärztliche Verordnung den vollen Preis für die neue Bandage aus eigener Tasche bezahlen. Ggf. lohnt sich also der Gang zum Arzt. Sieht dieser die Notwendigkeit für eine Rückenbandage, bekommst du ein Rezept für das medizinische Hilfsmittel ausgestellt und musst lediglich noch eine Zuzahlung leisten (abhängig von Produkt und Rezept). 

Die Kosten für eine vom Arzt verordnete Rückenbandage werden von der Krankenkasse übernommen – du musst lediglich eine geringe Zuzahlung leisten. Wie hoch der Zuzahlungsbetrag konkret ist, hängt vom Produkt und den Verordnungsumständen ab. Du bekommst Rückenbandagen auch frei verkäuflich und rezeptfrei im Sanitätshaus vor Ort, musst dann allerdings für die Kosten selbst aufkommen.

Es gibt Gründe, warum man bei einer Beschwerde eine Rückenorthese, bei dem nächsten hingegen eine Rückenbandage empfohlen bekommt. Wo der Unterschied zwischen einer Bandage und einer Orthese liegt, erfährst du hier.

Du kannst Rückenbandagen bei 30° Grad in der Waschmaschine waschen und solltest dies auch regelmäßig tun, damit die Kompression des Gestricks intakt bleibt. Entferne vor dem Waschen die Rückenpelotte. Reinige die Rückenpelotte per Handwäsche. Schließe die Klettverschlüsse. Achte darauf, dass der Schleudergang 500 Umdrehungen pro Minute nicht überschreitet und verwende am besten Flüssigwaschmittel sowie ein Wäschenetz – dies schont Struktur und Form.

Den Einsatz eines Trockners solltest meiden, lasse die Rückenbandage besser an der frischen Luft trocknen (vermeide aber direkte Hitze z.B. Heizung, Sonneneinstrahlung, Lagerung im PKW). Bitte beachte die Pflegehinweise auf dem Einnähetikett der Bandage. Dieses befindet sich im Innenteil der Bandage.

Was viele nicht bedenken: Eine Rückenbandage übernimmt keine reine Stützfunktion, vielmehr soll der Körper dank ihr zur schmerzfreien Bewegung zurückfinden. Deshalb sind Bandagen stabilisierend und doch flexibel gestaltet; sie massieren, entlasten und lindern Schmerzen. Auch fördern sie die Propriozeption und Sensomotorik.

Diese Funktionen können jedoch nur erfüllt werden, wenn die Rückenbandage direkten Kontakt mit dem Körper hat. Trage die Rückenbandage über einem T-Shirt oder Unterhemd; jedoch nicht über deiner Straßenkleidung (Hose, Pullover). Dies beeinflusst die Wirksamkeit der Bandage und verhindert die Entwicklung ihrer vollständigen Funktion. Somit ist vom Tragen über der Kleidung unbedingt abzuraten.

Rückenbandagen von Bauerfeind sind ausschließlich funktional in der Bewegung und können ihre Funktion (z.B. die gezielte Massage) nur dann entfalten, wenn du selbst aktiv bist. Deshalb werden die Bandagen von Bauerfeind auch gerne als „Aktivbandagen“ bezeichnet – sie unterstützen in der Bewegung.

Da diese in der Nacht nahezu vollständig ausbleibt, ist der Einsatz hier ebenso ineffektiv wie tagsüber in langen Ruhephasen. Gönne deiner Muskulatur und Haut also nachts lieber ein wenig Freiheit.