Das dürfte vielen bekannt vorkommen: Das Knie fühlt sich seltsam instabil an, als würde es wegknicken. Manchmal treten sogar Schmerzen im Knie auf, vor allem beim Treppensteigen. Was den Einzelnen im ersten Moment vielleicht überrascht, zählt tatsächlich zu den häufigsten Gelenkproblemen. Wenn der gewohnte Halt im Knie zu fehlen scheint und sich das Knie irgendwie wackelig anfühlt, liegt meist eine Kniegelenksinstabilität vor. Dann ist eine gezielte Therapie mithilfe von entlastenden Bandagen oder Orthesen ratsam, welche zu mehr Stabilität und einem sicheren Laufgefühl verhelfen kann.

Was passiert bei einer Kniegelenksinstabilität?

Das Kniegelenk ist nicht nur das größte Gelenk im menschlichen Körper, es wird auch täglich stark belastet. Um die Kniestabilität zu gewährleisten, wird das Knie durch Kreuz- und Seitenbänder sowie gelenkübergreifende Muskeln gestützt. Eine große Kapsel umhüllt das gesamte Knie zusätzlich. All diese Strukturen bilden den sogenannten Kapselbandapparat. Ist dieser geschädigt, ganz egal an welcher Stelle, kommt es zu unkontrollierten Bewegungen. Das Knie schmerzt, ist instabil und kann womöglich wegknicken.

Ursachen für ein instabiles Knie

In vielen Fällen sind überdehnte oder verletzte Kreuz- oder Seitenbänder die Ursache für ein instabiles Knie. Während eine Bandverletzung oft beim Sport passiert, können auch angeborene oder erworbene Muskel- und Bänderschwächen das Knie instabil machen.

 

Ein geschädigter Meniskus bringt das Kniegelenk ebenfalls schnell aus der Spur. Im gesunden Zustand sorgt der Meniskus während Bewegungen dafür, die Last vom Ober- auf den Unterschenkel zu übertragen. Ist der Meniskus lädiert, kann er diese Aufgabe nicht mehr ordentlich erfüllen.

 

Machen sich Knieschmerzen beim Treppensteigen bemerkbar, insbesondere abwärts, ist die Ursache häufig eine Arthrose im Knie (Gonarthrose). Dabei handelt es sich um eine Abnutzung des Gelenkknorpels. Aber auch eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) kann als Schmerzauslöser infrage kommen.

 

Die Ursachen für ein instabiles Kniegelenk können also vielfältig sein. Mediziner unterscheiden generell zwischen drei Formen der Knieinstabilität:

  1. Einfache Kniegelenksinstabilität: Diese liegt vor, wenn nur eine Struktur des Knies beschädigt ist, zum Beispiel ein Innenband.
  2. Komplexe Kniegelenksinstabilität: In diesem Fall sind gleich mehrere Strukturen betroffen, zum Beispiel die Kreuzbänder, Seitenbänder, Kniegelenkkapsel oder Menisken.
  3. Chronische Kniegelenksinstabilität: Hier erstreckt sich die Erkrankung über viele Jahre hinweg.

Ganz grundsätzlich kann man aber sagen: Je mehr Bänder von einer Verletzung oder Schwäche betroffen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Instabilität des Kniegelenks.

Typische Symptome: So erkennst du eine Knieinstabilität

Der Sinnspruch „Man sollte immer auf seinen Körper hören“ gilt auch und gerade beim Knie. Denn bei einer beginnenden Knieinstabilität tritt für gewöhnlich ein diffuses Gefühl von Unsicherheit beim Laufen auf; Knieschmerzen kommen oft nur bei erhöhter Belastung dazu. Im Laufe der Zeit kann es dann zu einer tatsächlichen Instabilität und Reizzuständen kommen, und das Knie knickt weg. Wenn eine Knieinstabilität nicht erkannt und entsprechend behandelt wird, kann es langfristig sogar zu einer chronischen Abnutzung des Gelenkknorpels (Arthrose) kommen – die dann nicht mehr umkehrbar ist.

So verläuft die Diagnose einer Kniegelenksinstabilität

Wenn du das Gefühl hast, mit deinem Knie ist irgendetwas nicht in Ordnung, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, zum Beispiel einen Orthopäden. Der überprüft mit einem „Schubladentest“ die Funktion der Kreuzbänder. Dazu liegst du auf dem Rücken und hältst das Knie in einem 90-Grad-Winkel. Der Arzt umfasst das gebeugte Knie mit beiden Händen und zieht den Unterschenkel nach vorne oder drückt ihn nach hinten. Lässt sich der Unterschenkel gegen den Oberschenkel stärker als bei einem gesunden Knie verschieben, gilt der Schubladentest als positiv. Dann gibt es noch den „Aufklapptest“, um die Seitenbänder zu untersuchen. Wenn sich das Knie durch Erzeugen von Gegendruck etwas seitlich aufklappen lässt, ist dies ein Anzeichen für ein geschädigtes Seitenband.

 

Wird eine Kniegelenksinstabilität festgestellt, folgen häufig noch weitere gelenkspezifische Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Magnetresonanztomografie (MRT). Auch der Beckenstand wird überprüft, wozu der Arzt eine Beinlängenvergleichsmessung vornimmt.

Mögliche Therapieformen bei einem instabilen Knie

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad. In den meisten Fällen kann eine Knieinstabilität konservativ behandelt werden, also ohne Operation. Wenn die Bänder verletzt sind, wie zum Beispiel bei einer Bänderdehnung, braucht das Knie in erster Linie Zeit zur Heilung und muss entlastet werden. Bei einer einfachen Knieinstabilität setzt man in der Regel auf Physiotherapie und Muskelaufbau; stabilisierende Kniebandagen können den Heilungsprozess weiter unterstützen.

Sind die Schäden am Kapselbandapparat jedoch so groß, dass der Körper sie nicht ausgleichen kann, ist unter Umständen eine Operation notwendig.

Bandage bei Kniegelenksinstabilität – schützen und entlasten

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