Ein Mann klettert einen Felsen hinauf. Er trägt am rechten Handgelenk eine ManuTrain von Bauerfeind, eine Handgelenkbandage mit individuell einstellbarem Stabilisierungsgrad.

Schmerzen, Kribbeln, Brennen, ein steifes Handgelenk: Das sind die Anzeichen eines Mausarm-Syndroms. Es entsteht, wenn über Jahre hinweg dauerhaft gleichförmige Bewegungen ausgeführt werden. Dabei kommt es zu winzigen Verletzungen (Mikrotraumen), die sich über die Zeit zu einem Krankheitsbild summieren, das die Betroffenen erheblich einschränken kann.

Bei frühzeitiger Diagnose bestehen gute Heilungsaussichten – doch wenn der Mausarm chronisch wird, ist eine Genesung oft schwierig. Im schlimmsten Fall droht dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Was sind die typischen Mausarm-Symptome? Wie kann man einem Mausarm vorbeugen? Und welche Therapien zur Behandlung des Mausarms gibt es? Im Folgenden findest du die Antworten und weitere hilfreiche Informationen zum Thema chronische Überlastung.

Mausarm-Symptome – Früherkennung ist wichtig

Eine Frau klettert einen Felsen hinauf und ist mit einem Sicherungsgurt abgesichert. Sie trägt am rechten Handgelenk eine ManuTrain, eine Handgelenkbandage mit individuell einstellbarem Stabilisierungsgrad

Im Anfangsstadium machen sich die Symptome des Mausarms oder der Maushand vor allem nach längeren Belastungen bemerkbar. Darum sprechen Mediziner hier auch vom sogenannten RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury – in etwa „Verletzung durch wiederholte Überbelastung“). Stundenlanges Tippen oder Mausklicken bei der Arbeit, bei PC-Spielen oder langen Tablet- oder Smartphone-Sitzungen führt zu Schmerzen, Kribbeln oder Missempfindungen in deiner Hand und im Unterarm. Die Beschwerden klingen rasch ab, wenn du deiner Hand eine Pause gönnst – und gerade das verleitet oft dazu, den Schmerzen nicht auf den Grund zu gehen und keinen ärztlichen Rat zu suchen.

 

Ignoriert man den Mausarm im Anfangsstadium, kann es aber schnell zu einer Verschlechterung kommen. Dann treten die Beschwerden bereits nach kürzerer Zeit auf oder halten auch noch länger an, wenn du mit der auslösenden Tätigkeit aufhörst. Spätestens dann ist der Gang zum Arzt notwendig, um zu verhindern, dass der Mausarm chronisch wird.

 

Im chronischen Spätstadium treten die Beschwerden auch in Ruhephasen oder bei geringfügigen Belastungen auf. Dadurch werden Arbeiten und meist sogar einfache Handgriffe im Haushalt unmöglich. Dann sind mehrwöchige Pausen nötig, damit die Beschwerden abklingen – sie tauchen jedoch rasch wieder auf, wenn die auslösende Tätigkeit erneut aufgenommen wird.

Wie kommt es zum Mausarm?

Darstellung der Anatomie des Armes mit einer Mausarm-Erkrankung (RSI-Syndrom).

Zwei wichtige Faktoren sind an der Entstehung eines Mausarms beteiligt: Mikrotraumen, sprich kleine Verletzungen, die bei vielfacher Wiederholung zu Dauerschäden führen, und Lernprozesse im Schmerzgedächtnis. Die Verletzungen entstehen durch eine Kombination aus Fehlhaltung und ständiger Wiederholung gleichförmiger Bewegungen. Dadurch kommt es zu Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und Überlastungen von Sehnen und Bindegewebsstrukturen. Das führt schließlich zu örtlich begrenzten Schwellungen, einer verminderten Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen und zu lokalen Entzündungen.

 

Diese Veränderungen bleiben zunächst unbemerkt oder sind nur als Missempfindung oder Kribbeln spürbar. Erst wenn die Schädigung fortschreitet, treten Schmerzen auf. Werden dann keine Gegenmaßnahmen ergriffen, kommt es zur Chronifizierung. In dieser Phase lernt das Gehirn, dass bestimmte Tätigkeiten Schmerzen verursachen. Der „Lernerfolg“ wird durch die ständige Wiederholung verstärkt. So prägt sich das Schmerzgedächtnis einen Zusammenhang zwischen der Tätigkeit und dem Schmerz ein. Genau hier vermuten Experten deshalb den Grund dafür, dass die Beschwerden auch nach längeren Belastungspausen sehr schnell zurückkehren.

Wie du einem Mausarm vorbeugen kannst

Sehr häufig liegt die Ursache für einen Mausarm in der mangelnden Ergonomie am Arbeitsplatz: So begünstigen eine schlechte Sitzhaltung, ein zu hoch oder zu niedrig eingestellter Stuhl und fehlende Handballenauflagen an Mauspad und Tastatur die Entstehung eines Mausarms oder einer Maushand. Hinzu kommen oft noch ungünstige Bewegungsabläufe und Gelenkstellungen (Zwangshaltungen), die die Gelenke, Muskeln und Sehnen überbeanspruchen.

 

Entscheidend ist also, den eigenen Arbeitsplatz unter die Lupe zu nehmen und auch sich selbst zu beobachten. Mit einer geraden, bequemen Sitzhaltung mit entspannten Schultern und Armen, einer möglichst neutralen Stellung der Handgelenke beim Arbeiten (nicht seitlich abgeknickt oder angewinkelt) und einer ergonomischen Tastatur und Maus kannst du das Risiko eines Mausarms erheblich reduzieren. Auch Stuhl, Monitor und Arbeitsfläche sollten auf die für deine Körpergröße empfohlenen Höhen und Abstände überprüft werden.

Diagnose Mausarm – welche Therapie hilft?

Eine ergonomische Umgestaltung des Arbeitsplatzes ist grundsätzlich immer sinnvoll. Halte am besten Rücksprache mit deinem Arbeitgeber, damit er gegebenenfalls für eine Anpassung sorgen kann. Wenn die Diagnose Mausarm fällt, sind die Beschwerden in der Regel schon sehr weit fortgeschritten. Die Anpassung der eigenen Arbeitsumgebung alleine reicht daher meist nicht aus. Je nach Ausprägung, Art und Dauer der Beschwerden kann der Arzt dann folgende Therapieformen verordnen oder einleiten:

 

  • Kurzzeitige (!) Verabreichung von Schmerzmitteln (Analgetika) und entzündungshemmenden Medikamenten, jedoch nicht als Dauerlösung
  • Zeitweise Ruhigstellung der Hand oder des Unterarms durch eine Mausarm-Bandage oder Orthese
  • Wärme- oder Kältebehandlungen
  • Bewegungsbäder der betroffenen Hand
  • Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie Progressive Muskelrelaxation (PMR)
  • Krankengymnastik und ergonomische Bewegungsschulung
  • Begleitende Psychotherapie, um ein Umlernen des Schmerzgedächtnisses zu unterstützen

Wie unterstützt eine Bandage die Behandlung des Mausarms?

Eine Frau zieht das Kletterseil fest, welches an ihrem Sicherungsgürtel befestigt ist. Sie trägt am rechten Handgelenk eine ManuTrain von Bauerfeind, eine Handgelenkbandage mit individuell einstellbarem Stabilisierungsgrad.

Bei der Behandlung eines Mausarms ist es wichtig, Schmerzreize und ungünstige Belastungen des geschädigten oder gereizten Gewebes zu verringern. Bei starken Beschwerden ist oft das Tragen einer Handgelenkorthese wie der ManuLoc ratsam, da sie für die nötige Ruhigstellung sorgt. Wenn sich der Mausarm in erster Linie als Reizzustand äußert, ist eine Bandage wie die ManuTrain eine gute Wahl. Denn insbesondere in der Bewegung wirkt die Bandage durch die medizinische Kompression des Gewebes schmerzlindernd und bietet einen durchblutungs- und regenerationsfördernden Massageeffekt. Zudem kann sie die ständige Aktivierung des Schmerzgedächtnisses verhindern.

Du möchtest mehr über unsere ManuTrain und ihre Wirksamkeit wissen? Hier erfährst du, wie dir die Handgelenkbandage bei deinen Beschwerden helfen kann.

 

ManuTrain kennenlernen