Schmerzen nicht ignorieren und aktiv bleiben – das sind zwei wichtige Erfolgsfaktoren bei der Therapie von Gonarthrose. Zwar ist auch die Kniearthrose nicht heilbar, doch können Patienten mit Physiotherapie, speziellen Übungen und sanftem Sport dem Gelenkverschleiß entgegenwirken. Der Münzhändler Manfred Höhn hat zwar erst spät mit der konservativen Therapie begonnen, dafür aber an Lebensqualität gewonnen und die Knie-OP auf später verschoben.

Lange Zeit waren für Manfred Höhn andere Dinge wichtiger als die lästigen Schmerzen im Knie. Gemeinsam mit seiner Frau hat er ein Auktionshaus in Leipzig eröffnet, zwei Töchter großgezogen und stets selbstständig gearbeitet. Dann erkrankte seine Frau. Von nun an standen ihre Gesundheit und ihre Pflege im Vordergrund. „Die Schmerzen in den Knien habe ich einfach verdrängt und Tabletten geschluckt“, erzählt der Endsechziger.

Zum ersten Mal traten die Kniebeschwerden auf, als Manfred Höhn seine Frau im Krankenhaus besuchte. Die Steigungen auf dem Weg ins Krankenhaus forderten Manfred, und vor allem beim Bergabgehen machten sich die Kniegelenksschmerzen bemerkbar. Doch Höhn hatte keine Zeit, den stärker werdenden Schmerzen auf den Grund zu gehen. Seiner Frau ging es immer schlechter, bis sie 2010 schließlich verstarb.

Wenig Bewegung ist Gift für Arthrose-Patienten

Ab diesem Zeitpunkt bewegte sich der Witwer immer weniger und die Schmerzen nahmen zu. Heute weiß er: Durch die mangelnde Bewegung wurde der Knorpel im Knie zunehmend schlechter mit Nährstoffen versorgt. Denn diese befinden sich in der Gelenkflüssigkeit und werden durch Be- und Entlastung in das Knorpelgewebe einmassiert. Die Diagnose war eindeutig: Arthrose im Knie, auch Gonarthrose genannt. Eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wurde notwendig, um die rau gewordene Knorpeloberfläche wieder zu glätten. Danach folgte eine kurze Therapie mit Spritzen. Die linderte die Schmerzen vorübergehend, aber eine Heilung gibt es bei Arthrose nicht. Auf den Röntgenaufnahmen war schließlich das gesamte Ausmaß des Gelenkverschleißes zu sehen.

Nach dem Radfahren ist mein Knie viel beweglicher.

 

Arthrose im Knie: Wann ist eine Operation sinnvoll?

Bei der fortgeschrittenen Gonarthrose von Manfred Höhn wird der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks irgendwann unausweichlich sein. Zunächst aber will der Arthrose-Patient die Knie-OP so lange wie möglich hinauszögern und setzt daher auf eine konservative Therapie. Seitdem gehören regelmäßige Bewegung und das Tragen der Kniebandage GenuTrain A3 zum Alltag des Münzhändlers. „Mein Orthopäde meinte, Radfahren sei sehr gut. Das mache ich mit meinem Hometrainer. Und danach ist mein Knie wirklich beweglicher“, erzählt Manfred Höhn. Außerdem geht er regelmäßig zur Physiotherapie, um die Bewegungs- und Funktionsfähigkeitdes Kniegelenks zu verbessern und die Schmerzen zu lindern. „Es gibt verschiedene Übungen, die wirklich helfen“, berichtet Höhn. „Auch wenn es bei der Behandlung manchmal an die Schmerzgrenze geht, ein paar Tage später fühle ich mich wirklich besser – es tut einfach richtig gut.“

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Wenn die Physiotherapie an ihre Grenzen kommt

Höhns Kniearthrose ist indes schon so weit fortgeschritten, dass sanfter Sport und physiotherapeutische Übungen allein nicht ausreichen. Er muss die durch die Gonarthrose verursachten Schmerzen zusätzlich medikamentös behandeln. Wandern, Schwimmen, Skilanglauf oder andere Sportarten sind für ihn im Augenblick nicht möglich. Längere Spaziergänge müssen mit Pausen eingeplant werden. Doch der Witwer hat sich daran gewöhnt und sein Leben seinen gesundheitlichen Gegebenheiten angepasst.

Gerade weil Arthrose nicht heilbar ist, sollte der Zustand des Gelenks kontinuierlich vom Orthopäden überprüft und behandelt werden, um eine Knieprothese so lange wie möglich zu verhindern. Durch Sportarten, bei denen die Gelenke entlastet werden – wie beim Schwimmen und Radfahren –, sowie durch physiotherapeutische Übungen und eine gut sitzende Kniebandage kann der Verschleiß des Gelenks verlangsamt werden.

»Wenn ich meine Kniebandage trage, habe ich weniger Schmerzen. Da kann ich fast mit meinen Enkelkindern mithalten.«

Sport im Alter ist das A und O

Manfred Höhn weiß mittlerweile: Es ist wichtig, in Bewegung zu bleiben – trotz Schmerzen. Hobbys können dabei eine große Hilfe sein: Manfred Höhn bleibt bei der Gartenarbeit und vor allem mit seinen zwei Enkelkindern aktiv. „Die Kleinen wollen toben und spielen. Ich sitze mit ihnen auf dem Fußboden, gehe mit ihnen raus in den Wald – da ist den ganzen Tag Action angesagt“, erzählt der stolze Großvater. „Und mit meiner Kniebandage klappt das ganz gut, sie stabilisiert mein Knie und reduziert den Schmerz. Da kann ich fast mit den Kindern mithalten.“

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