Bei einer Venenschwäche schwellen die Beine an und tun weh. Mit diesen Tipps werden die Venen unterstützt und Schmerzen gelindert.Bei einer Venenschwäche schwellen die Beine an und tun weh. Mit diesen Tipps werden die Venen unterstützt und Schmerzen gelindert.

Die Venen vollbringen jeden Tag Höchstleistungen: Täglich pumpen sie bis zu 10.000 Liter Blut durch den Körper. Doch durch Bewegungsmangel und langes Sitzen oder Stehen werden die Muskeln in den Waden nicht ausreichend aktiviert. Die wichtigen Venenklappen verlieren an Antriebskraft und schaffen es nicht mehr, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren. Die Folge: schwere und geschwollene Beine. Das begünstigt KrampfadernBesenreiser und andere Venenerkrankungen. Im schlimmsten Fall kann es zu Venenentzündungen oder zu einer Thrombose kommen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es einige Tipps und Tricks, wie schwere Beine wieder munter werden.

1. In Bewegung bleiben

Bewegung ist das beste Mittel, um die Muskeln zu aktivieren, die um die Venen der Unterschenkel liegen. Sie funktionieren wie eine Pumpe: Spannt man sie an und lässt sie wieder locker, strömt das Blut durch die Gefäße. Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Wandern eignen sich besonders, um die Wadenmuskeln zu aktivieren. Stoppende Bewegungen, wie sie beim Tennis oder Fußball oft notwendig sind, belasten die Venen eher. Meist reichen auch schon kleine Gymnastikeinheiten aus, um die Venenklappen zu aktivieren. Abwechselnd die Fersen nach oben und die Zehen Richtung Schienbein zu ziehen oder die Füße kreisen zu lassen funktioniert sogar gut beim Sitzen am Schreibtisch. Und auch wer die Treppen statt des Aufzugs nimmt oder das Auto zu Hause stehen lässt und mit dem Fahrrad fährt, tut seinen Venen etwas Gutes.

2. Für gesunde Venen, gesund ernähren

Eine ungesunde, fett- und kalorienreiche Ernährung und damit verbundenes Übergewicht verstärken vorhandene Venenleiden und können sie sogar auslösen. Alkohol und Zucker schädigen die Blutgefäße ebenfalls. Ballaststoffe hingegen regen die Verdauung an und liefern dem Körper wichtige Vitalstoffe. Sie sind in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse enthalten. Omega 3, das man etwa durch Avocados, Leinsamen und Walnüsse aufnehmen kann, stärkt die Venenelastizität. Für eine gute Durchblutung sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag getrunken werden. So dickt das Blut nicht ein, und die Gefahr einer Thrombose wird minimiert.

 

Gesunde Venen

3. Den Beinen etwas Luxus gönnen

Die Beine so oft wie möglich hochzulegen entspannt nicht nur, sondern unterstützt ebenfalls die Arbeit der Venen. Beinmassagen fördern den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Dafür sollte allerdings immer von unten nach oben massiert werden.

4. Für Abkühlung sorgen

Vor allem im Sommer schwellen die Knöchel an, die Waden spannen und schmerzen. Das liegt daran, dass sich die Gefäße bei Hitze weiten. Der Bluttransport wird dadurch zusätzlich erschwert. Durch kühle Duschen ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen, der Blutfluss kommt in Schwung. Saunabesuche oder ausgiebige Sonnenbäder verstärken die Beschwerden eher.

Gesunde Venen

 

5. Die richtige Kleidung auswählen

Enge Kleidung behindert die Venen bei ihrer Arbeit. Darum sollten Socken und Hosen an den Knöcheln und den Kniekehlen locker sitzen und nicht einschneiden. Außerdem kurbelt das Tragen von flachen Schuhen die Blutzirkulation an; hohe Absätze sollte man sich für besondere Anlässe aufheben. Am besten ist es, so oft wie möglich barfuß zu gehen – das stärkt die Muskulatur und aktiviert die Venenpumpen. Damit sich aus einer leichten Venenschwäche keine Krampfadern oder andere Venenerkrankungen entwickeln, eignet sich das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen. Bei ersten Anzeichen für ein Venenleiden reicht meist eine schwache Kompressionsklasse. Auf langen Bus- oder Flugreisen ist es – übrigens auch ohne konkretes Venenleiden – stets empfehlenswert, Kompressionsstrümpfe zu tragen, da es aufgrund der mangelnden Bewegung sonst zu einer Thrombose kommen kann.

Venenleiden ernst nehmen

Bleiben Beschwerden wie geschwollene Beine und Füße länger bestehen oder treten andere Anzeichen für Venenerkrankungen wie Krampfadern oder Besenreiser auf, sollte ein Arzt die Ursache abklären. Er weiß, welche Behandlung die richtige ist.