Arthrose entwickelt sich schleichend und ist nicht heilbar. Einmal diagnostiziert, kann sie das ganze Leben verändern. So war es bei Simon. Der passionierte Sportler aus Kapstadt (Südafrika) ist heute in Altersteilzeit und spielt leidenschaftlich gern Bowls. Seine Kniearthrose hat er mit Bewegung und einem angepassten Lebenswandel gut im Griff. Eine Geschichte, die Mut macht.

Es passierte mitten in einem Squashturnier. Simons Knie gab plötzlich nach. „Ich bin dann ziemlich verärgert vom Platz gehumpelt, denn ich wollte diesen Typen unbedingt schlagen. Danach bin ich zum Arzt, und er hat den Knieschaden diagnostiziert. Das war dann das Ende meiner Squashlaufbahn“, erzählt der sportbegeisterte Rentner. Und nicht nur dem Squash setzte Simons Gonarthrose ein Ende. Auch Hockey konnte er nicht mehr spielen. „Das war sehr schlimm für mich, denn ich habe Sportarten mit viel Körpereinsatz immer geliebt. Aber ich musste mich arrangieren und mein Leben verändern“, sagt er rückblickend.

Folgen der Gonarthrose-Diagnose: Bowls statt Hockey und Squash

Simon lebt mit einer Kniearthrose, die schon weit vorangeschritten ist: Der Knorpel in seinem Knie ist stark abgenutzt, der Gelenkspalt dadurch verengt. Für den Rentner bedeutet das, kaum mehr als hundert Meter laufen zu können, bevor sein Knie anfängt zu schmerzen. Er kann auch nicht mehr Fahrrad fahren. Den Mut und den Schwung hat Simon trotzdem nicht verloren. Statt Hockey, Squash und Golf spielt er heute Bowls und restauriert antike Möbelstücke, um seinen Bewegungsdrang zu befriedigen. Um das Voranschreiten der Arthrose zu bremsen und gleichzeitig die Schmerzen in den Griff zu bekommen, macht Simon darüber hinaus gezielt Knieübungen. „Meine Arthrose ist definitiv besser geworden. Ab und zu gibt es schon auch Rückfälle. Aber dann gehe ich es einfach wieder langsam an, gebe dem Knie viel Ruhe, lasse mir Zeit und fange dann ganz langsam wieder mit den Übungen an“, sagt er.

Ich kann mich nicht einfach hinsetzen und ein Buch lesen. Ich muss raus und mich bewegen.


Simon

Wie bei den meisten Gonarthrose-Patienten entwickelte sich auch bei Simon die Gelenkerkrankung schleichend. Auslöser für die Arthrose war wahrscheinlich sein stets sehr sportlicher Lebensstil. Simon hat Cricket für die südafrikanische Nationalmannschaft gespielt, dazu war er begeisterter Hockey-, Squash- und Golfspieler – allesamt Sportarten, die das Kniegelenk auf Dauer stark beanspruchen und den Verschleiß des Knorpels vorantreiben. Seine Hobbys nach und nach aufzugeben war für ihn daher eine große Herausforderung: „Als leistungsorientierter Sportler ist das gar nicht so leicht. Ich kann mich nicht einfach hinsetzen und ein Buch lesen. Ich muss raus und mich bewegen.“

Warum Bewegung bei Arthrose unerlässlich ist

Bewegung ist für Arthrose-Patienten nicht nur deshalb ideal, weil sie Schmerzen reduziert; sie hilft dabei, auf andere Gedanken zu kommen. So war es auch bei Simon, der Sport und Wettkämpfe liebt, ihm aber plötzlich beides nicht mehr möglich war. „Also habe ich beschlossen, Bowls zu spielen, und mittlerweile nehme ich auch an Wettkämpfen teil.“ Bei dem Präzisionssport geht es darum, die eigene Kugel möglichst nah an kleineren Zielkugel zu platzieren. Keine abrupten Bewegungen, keine gelenkbelastenden Sprünge – ein idealer Sport für den Arthrose-Patienten Simon. Zu Hause macht er in einem kleinen Fitnessraum besondere Übungen für die Beine, damit sein Kniegelenk mobilisiert wird. „Und kurz bevor ich zum Bowls gehe, mache ich ein paar Beinübungen, um mein Knie gut vorzubereiten, denn so ein Spiel dauert ein paar Stunden“, erzählt Simon.

Ich habe gelernt, mich mit den Schmerzen zu arrangieren und mit ihnen zu leben.

Mit Bewegung gegen den Schmerz

Mit Bowls, regelmäßigen Übungen und der Orthese SecuTec OA von Bauerfeind hat Simon seine Gonarthrose gut in den Griff bekommen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Die Ärzte, die die Arthrose diagnostizierten, rieten Simon zur Einnahme von Medikamenten und zu einer Arthroskopie, einer Gelenkspiegelung.

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Doch Simon entschied sich für andere Therapiemaßnahmen und stellte dabei die Bewegung in den Mittelpunkt. Zunächst hat er ungefähr ein Jahr lang mit dem Sport pausiert und seinen Zustand ganz genau beobachtet, um herauszufinden, welche Bewegung in welcher Intensität gut für seine Knie ist. Außerdem folgte er dem Rat seines Arztes und ging zur Physiotherapie. Die Übungen, die er heute noch regelmäßig macht, hat er dort erlernt. Es sind sehr schonende, leichte Übungen innerhalb seiner Schmerzgrenzen. Auch hilft ihm das Tragen seiner Orthese SecuTec OA von Bauerfeind. Sie unterstützt Patienten wie Simon mit mittlerer bis schwerer Gonarthrose dabei, aktiv zu bleiben, und lindert ihre Schmerzen.

Trotzdem sind Schmerzen fast ständig Simons Begleiter. Sie auf ein erträgliches Maß zu reduzieren und trotzdem in Bewegung zu bleiben ist seine größte Herausforderung: „An manchen Tagen habe ich sehr starke Schmerzen. Aber ich habe gelernt, mich zu arrangieren und damit zu leben. Manchmal nehme ich auch Schmerztabletten, wenn es gar nicht mehr geht, aber ich versuche, das zu vermeiden.“

Auch wenn es Simon anfangs schwerfiel, auf Hockey und Squash zu verzichten und stattdessen auf den, wie er es nennt, „Altherrensport“ Bowls umzusatteln, hat er sich gut auf ein Leben mit Gonarthrose eingestellt. Dank Bowls bleibt er aktiv und lebt seinen sportlichen Ehrgeiz aus. Für Simon ist das die perfekte Mischung. Anderen Patienten rät er, bei anhaltenden Knieschmerzen nicht zu lange zu warten und einen Termin beim Arzt zu vereinbaren. Dessen Diagnose solle man ernst nehmen, den Behandlungsempfehlungen folgen und versuchen, optimistisch zu bleiben, meint Simon. „Man muss an sich glauben. Gedanken haben einen starken Einfluss, und sie helfen. Die Symptome meiner Arthrose haben definitiv nachgelassen. Aber ich denke, das hat auch was mit der Einstellung zu tun.“

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