Eine kleine Unachtsamkeit – und schon ist der Fuß umgeknickt. Mit etwas Glück lassen die Schmerzen im Sprunggelenk schnell wieder nach. Allerdings können durch das Umknicken auch schwerwiegende Verletzungen entstehen. Ein Schaden am Gelenk, der Gelenkkapsel oder ein Bänderriss können die Folge sein. Bemerkbar machen sich solche Verletzungen durch Schmerzen im Sprunggelenk, dem Anschwellen des Fußes sowie deutliche Bewegungseinschränkungen. Auch Blutergüsse sind typische Signale für ernstere Schäden. Um die genaue Diagnose zu stellen, eine adäquate Therapie einzuleiten und Folgeschäden zu vermeiden, ist der Gang zum Arzt notwendig.

Fuß umgeknickt: Das passiert beim Kapselriss im Sprunggelenk

Die Gelenkkapsel setzt sich aus innerer und äußerer Kapsel zusammen. Der äußere Teil schützt den Inneren, der seinerseits die Gelenkschmiere produziert, die zur Ernährung des Gelenks beiträgt. Kommt es zu einem Kapselriss im Fuß, setzen augenblicklich stechende Schmerzen im Sprunggelenk ein, es kann zu Einblutungen und Schwellungen (Ödemen) in der verletzten Region kommen und eventuell zu knackenden Geräuschen bei der Bewegung.

Im Alltag ist man schnell mit dem Fuß umgeknickt, typischer ist diese Verletzung im Sportbereich. Meist kommt es bei schnellen Richtungswechseln oder Sprüngen dazu, vor allem, wenn der Boden uneben ist. Der Schweregrad der Verletzung ist dann abhängig von der Schnelligkeit und dem Ausmaß, mit dem der Fuß umknickt.

Mit einer defekten Kapsel ist das Gelenk nicht mehr funktionsfähig. Bei Verdacht auf eine solche Verletzung sollte man unbedingt bei einem Arzt vorstellig werden, um einen Überblick über das Ausmaß der Schäden zu erhalten. Kapselrisse heilen bei ausreichend Ruhe nach einigen Wochen wieder aus. Allerdings sind Folgeschäden möglich, wie eine eingeschränkte Beweglichkeit oder frühzeitige Arthrose, wenn die Verletzung nicht ausreichend auskuriert wird. Auch vor diesem Hintergrund ist eine sorgfältige Diagnose wichtig. 

Fuß umgeknickt – erste Maßnahmen und Therapie

Nach dem Umknicken geht es darum, den Schaden nicht durch Unwissenheit zu vergrößern, aber auch, die Heilung nicht zu behindern. Ist die Verletzung eingetreten, sollte man den Fuß unbedingt schonen, hochlegen und kühlen, bis eine Diagnose gestellt wurde. 

Im weiteren Verlauf kommen folgende Maßnahmen bei Kapselriss zum Einsatz:

  • Bewegung ohne Belastung in der Akutphase, um langfristige Einschränkungen zu vermeiden.
  • Reduktion der Schwellung durch Hochlagern. Bei andauernden Ödemen können Lymphdrainage oder medizinische Kompressionsstrümpfe helfen.
  • Physiotherapeutische Maßnahmen zur kontrollierten Belastungssteigerung nach der Schonphase (Fußgymnastik, Wahrnehmungsschulung, Koordinationstraining)
  • Bei komplexeren Schäden: Entlastung des Gelenks beim Gehen mittels Unterarmstützen. Die richtige Technik, zum Beispiel beim Treppensteigen, kann ein Physiotherapeut vermitteln.

Kontrolluntersuchungen bei einem Orthopäden sorgen dafür, dass der Heilungsverlauf regelgerecht ist. Bis zur vollen Belastbarkeit vergehen allerdings Wochen. Zu frühes Belasten kann die Symptome erneut verschlimmern.

Es ist wichtig, das Gelenk nach der ersten Schonphase sukzessive wieder zu belasten, um Folgeerkrankungen wie Kontrakturen (Verkürzungen) entgegenzuwirken. Dabei sind Sprunggelenkorthesen eine hilfreiche Unterstützung, um die nötige Stabilität im Gelenk zu sichern.

Sprunggelenk stabilisieren – Akutversorgung beim Kapselriss

Wenn man mit dem Fuß umgeknickt ist und sich einen Kapselriss im Sprunggelenk zugezogen hat, sollte das Gelenk umgehend gestützt und gesichert werden. Gerade in der Akutphase, in der man den Fuß zwar bewegen, aber nicht belasten darf, empfiehlt sich ein Schutz in Form einer Orthese, wie zum Beispiel der AirLoc von Bauerfeind. Sie stabilisiert das Gelenk im Schuh und lindert damit Schmerzen im Sprunggelenk. Die Orthese wird direkt am Fuß getragen und verhindert, dass das obere Sprunggelenk seitliche Bewegungen ausführt, während die Vorwärtsbewegung uneingeschränkt möglich ist.

Die AirLoc wurde speziell für Verletzungen des Sprunggelenks entwickelt und kann direkt nach der Diagnose angelegt werden. Die Luftpolster sind individuell aufblasbar. Sie polstern somit nicht nur die besonders druckempfindlichen verletzten Bereiche rund um das Sprunggelenk, sondern sorgen für eine gleichmäßig stabile Stütze, um Bänder, Kapsel und das Gelenk zu stabilisieren. Die Orthese kann über den gesamten Heilungsverlauf getragen und über die Polster an die aktuelle Verfassung des Gelenks angepasst werden. Das fördert die Heilung, verhindert aber auch, dass es durch unbedachte Bewegungen zu weiteren Reizungen kommt, die sehr schmerzhaft sein können. Die Orthese unterstützt damit die Ausheilung von Sport- und Alltagsverletzungen insbesondere als Akutversorgung.