Liebe Interessenten, 

Sprunggelenksverletzungen können jeden treffen. Ein unachtsamer Tritt beim Waldspaziergang oder ein sportliches Gerangel, Umknicken geht schnell. Eine schnelle Erstversorgung ist wichtig, aber auch langfristig spielt eine auf die Verletzung abgestimmte Therapie eine wichtige Rolle, um die Sprunggelenkstabilität wiederherzustellen. Was es für Sprunggelenksverletzungen gibt, wie sie behandelt werden und was hinterher die Stabilität unterstützt, haben wir für Sie in unserem Dossier „Sprunggelenksverletzung“ gesammelt.

Ihr Experten-Team der Bauerfeind AG

Häufig gestellte Fragen / FAQs zur Versorgung von Sprunggelenksverletzungen

Die Auswahl der richtigen Bandage oder Orthese hängt vom bestehenden Problem ab. Während bei einer Prellung oder Verstauchung eher zur Bandage gegriffen wird, ist bei schwereren Verletzungen eine Orthese sinnvoll. Besprechen Sie am besten mit ihrem Arzt oder einem Experten im Sanitätshaus, welche Versorgung in Ihrem Fall zum Einsatz kommen sollte.

Auch wenn Bandagen und Orthesen heutzutage online erhältlich sind, sollten Sie sich vor dem Kauf beraten lassen, zum Beispiel durch Ihren Arzt. Ein Experte im Sanitätshaus gibt Ihnen ebenfalls Auskunft, welches Modell für Ihre Beschwerden am besten geeignet ist und kann die richtige Größe bestimmen. Außerdem kann er Ihnen vor Ort erklären, wie die Bandage/Orthese anzulegen ist und Ihnen weitere Fragen beantworten.

Liegt eine medizinische Begründung vor, kann Ihr Arzt eine Verordnung für eine Bandage oder Orthese ausstellen. In diesem Fall übernimmt die Krankenkasse einen Großteil der Kosten. Sie selbst müssen nur eine geringe Zuzahlung leisten, deren Höhe je nach gewähltem Modell unterschiedlich ausfällt.

Natürlich erhalten Sie auch ohne Rezept eine Bandage oder Orthese, müssen dann aber den vollen Preis selbst bezahlen.

Eine gute Bandage passt sich der anatomischen Form des Fußes optimal an. Wenn Sie Ihr Sprunggelenk betrachten, werden Sie feststellen, dass schon Innen- und Außenknöchel unterschiedlich geformt sind. Sprunggelenkbandagen von Bauerfeind gehen auf solche Unterschiede ein, um die einzelnen Strukturen des Gelenks bestmöglich zu unterstützen. Deswegen sollte auch nur die passende Bandage auf der jeweiligen Seite getragen und nicht auf die andere gewechselt werden.

Prinzipiell können Bandagen in jedem Schuh getragen werden, von der leichten Sandale bis hin zum Sport- oder Arbeitsschuh. Spezielles Schuhwerk wird nicht benötigt.  Achten Sie nur darauf, dass es gerade im Bereich der eingearbeiteten Druckpolster (Pelotten) nicht zu Einengungen kommt. In jedem Fall ist es ratsam, den Schuh mit der Bandage Probe zu tragen, bevor sie zu einem längeren Spaziergang oder sportlichen Training aufbrechen. Wenn Sie nach einer Sprunggelenkverletzung eine Orthese benötigen, wird das Tragen eines festen Schuhs empfohlen. Durch die Kombination wird die bestmögliche Wirksamkeit und Stabilität erzielt.

Wir raten grundsätzlich dazu, Bandagen nicht über der Kleidung zu tragen. Der zusätzliche Stoff kann nicht nur zu Scheuerstellen führen, sondern verhindert die volle Funktion der Bandage. Nur bei direktem Hautkontakt entsteht die propriozeptive Wirkung, die für zusätzliche Stabilität im Gelenk sorgt. Gleiches gilt für die Sensomotorik, die erst dadurch aktiviert bzw. trainiert wird. Kleidung unter der Bandage stört weiterhin die Funktion bestimmter Elemente, die an einer Stelle entlastend, an anderer komprimierend oder massierend wirken, weswegen unbedingt darauf verzichtet werden sollte.

Bei Orthesen hingegen wird in der Regel das Tragen eines Strumpfes unter der Versorgung befürwortet. 

Im Unterschied zu Orthesen, die bestimmte Bewegungen im Sprunggelenk eingrenzen oder verhindern sollen, dienen Bandagen eher der Unterstützung in der Aktivität. Daher leitet sich auch der Name „Aktivbandage“ ab: Erst in der Bewegung entwickeln sie ihre volle Wirksamkeit, wie zum Beispiel die Massagefunktion oder die Wechselkompression. Gönnen Sie ihrem Sprunggelenk also nachts ein wenig Freiheit und verzichten Sie auf das Tragen der Bandage beim Schlafen oder längeren Ruhephasen.