Schmerzen im Daumengelenk können jeden treffen, schließlich ist das Gelenk einer ständigen Belastung ausgesetzt. Es genügen bereits normale Tätigkeiten, die mit einfachem Greifen und leichtem Kraftaufwand einhergehen, wie es im Haushalt oder bei der Gartenarbeit der Fall ist. Auch eine berufliche Belastung beansprucht die besonders spezialisierten Gelenke. Führt man immer wieder die gleichen Bewegungen durch, so steigt das Risiko, das Daumensattelgelenk im Laufe der Jahre zu überlasten. Wird ein bestimmter Punkt überschritten, ohne dem Gelenk eine Pause für die Regeneration zu gönnen, drohen Entzündungen. Diese können in chronische Prozesse übergehen. Oftmals handelt es sich dabei um eine sogenannte Rhizarthrose (eine Arthrose im Daumen). Diese dauerhafte Schädigung kann auf lange Sicht starke Beschwerden auslösen.

Schmerzen im Daumengelenk – das kann dahinter stecken

Das Daumensattelgelenk ist die Verbindung der Daumenbasis zur Handwurzel. Es ist maßgeblich für die Beweglichkeit des Daumens verantwortlich und als eines der meist beanspruchten Gelenke oft von degenerativen Prozessen betroffen – wie die eingangs erwähnte Rhizarthrose. Schmerzen im Daumengelenk können darüber hinaus folgende Ursachen zugrunde liegen:

  • Überbelastung
  • Verstauchungen (Distorsionen)
  • Frakturen (Brüche): Bei der Bennett-Fraktur ereignet sich der Bruch an der Basis des ersten Mittelhandknochens und zieht bis ins Daumensattelgelenk. Bei einem Kahnbeinbruch können Betroffene wegen der Schmerzen Zeigefinger und Daumen kaum mehr zusammenführen.
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Ruptur des Seitenbandes am Daumen (Skidaumen)
  • Überbein: Bildet sich ein Überbein, kann dieses auf die Bänder, Muskeln und Nerven im Bereich des Daumens drücken und Schmerzen verursachen.

Schmerzen im Daumengelenk: Einfluss von Genen und der Ernährung

Neben diesen Ursachen können auch die Gene für eine Erkrankung der Daumengelenke mitverantwortlich sein. Eine erbliche Veranlagung löst die Prozesse zwar nicht aus, begünstigt diese aber. Außerdem wird der Einfluss der Ernährung immer wieder kritisch diskutiert. So kann ein hoher Fleischkonsum maßgeblich daran beteiligt sein, dass manche Menschen stärker zu Schmerzen im Daumengelenk neigen als andere. Ebenso kann eine eher säurelastige Kost die Prozesse bevorzugen. Das gilt insbesondere dann, wenn bereits entzündliche Abläufe eingesetzt haben. Die Nahrung um basische Produkte zu erweitern und Säurebringer wie Fleisch, Milch, Käse, Zucker und Südfrüchte zu reduzieren, ist daher grundsätzlich ratsam.

Schäden an den Daumengelenken erkennen und vorbeugen

In fortgeschrittenem Alter sind Schäden und Schmerzen an den Gelenken keine Seltenheit. Je nach Krankheitsbild können sie während der Bewegung nachlassen oder sich verschlimmern. Manche Schmerzen im Daumengelenk treten mit einer gleichzeitigen Steifigkeit in den frühen Morgenstunden auf und verringern sich im Laufe des Tages. Es ist aber ebenso möglich, dass sich die Probleme bei bestimmten Bewegungsabläufen zeigen, während die Daumen sonst voll belastbar sind. Treten die Schwierigkeiten zusätzlich an anderen Gelenken auf, besteht die Gefahr einer allgemeinen Gelenkerkrankung (Rheuma), die ihre Ursache in sogenannten „Autoimmunprozessen“ haben kann. Diese Vermutung lässt sich mithilfe einer Blutuntersuchung bestätigen, die dabei in der Regel auch gleichzeitig Hinweise für die nötige Behandlung liefert. Darüber hinaus ist bei sich wiederholenden Bewegungsabläufen im Alltag zu überprüfen, ob die jeweilige Tätigkeit zu anstrengend ist. Denn von Schmerzen im Daumengelenk sind einerseits Menschen betroffen, die mit Kraft arbeiten und andererseits diejenigen, die einseitige Bewegungen ohne Erholungsphasen ausüben.

Ebenso spielt das Freizeitverhalten eine Rolle: Stundenlanges Tippen auf dem Handy belastet beispielsweise alle Fingergelenke, auch die Daumen. Schon heute sprechen Ärzte von den gefährlichen Folgen für junge Menschen.

Behandlung von Schmerzen im Daumengelenk – Schonen und Stabilisieren

Damit das Daumensattelgelenk zur Ruhe kommt, ist Schonung wichtig. Wärme und Massagen sind sehr gut geeignet, um die Gelenke und Sehnen der Hände zu entlasten. Bei Entzündungen eignen sich hingegen Kälteanwendungen. Physiotherapeuten prüfen außerdem, ob die Sehnen der Arme bereits in Mitleidenschaft gezogen wurden und dementsprechend Behandlungsbedarf besteht. Hier werden häufig Verklebungen diagnostiziert, die ihre Ursache in kleineren Verletzungen und Entzündungen haben. Durch verschiedene Übungen und mit einer Schulung zur schonenden Nutzung der Hände und Arme können Betroffene lernen, wie sie ihr Daumensattelgelenk entlasten. Diesen Prozess kann eine Daumenschiene unterstützen, mit der das kompliziert aufgebaute und wichtige Daumengelenk geschont wird. Für den Daumen eignet sich beispielsweise die Stabilorthese RhizoLoc von Bauerfeind, die mit einer Klettlasche am Handgelenk befestigt wird. Diese schränkt das Daumengelenk stark ein und entlastet so die erkrankten Bereiche. Durch ihren Aufbau eignen sich Orthesen auch für Patienten mit einer Verletzung des Daumengelenks. Außerdem ermöglicht das atmungsaktive Material den Einsatz beim Sport und bietet darüber hinaus die nötige Unterstützung im Alltag.

Dauerhafte Daumenschiene? Sinnvoller Einsatz von Orthesen

Wer sich immer wieder am Daumen verletzt oder wer bereits unter chronischen Schmerzen im Daumengelenk leidet, der sollte über einen dauerhaften Schutz mit einer Daumenschiene nachdenken. So hat sich die Orthese RhizoLoc auch in diesem Anwendungsbereich bewährt, denn sie verhindert, dass das Gelenk in eine schmerzhafte und auf Dauer schädliche Position gezwungen wird. Sie vermeidet zudem, dass der Patient eine Schonhaltung einnimmt und dabei womöglich die andere Hand überlastet. Auch vor diesem Hintergrund sollte die Orthese in der Anfangszeit rund um die Uhr getragen werden. Das reduziert die Angst vor unbedachten schmerzhaften Bewegungen. Durch die Entlastung tritt in der Regel nach einiger Zeit eine Besserung ein. Danach wird die Orthese nur noch in den Zeiträumen getragen, in denen das vorgeschädigte Gelenk besonderen Belastungen ausgesetzt ist – sei es bei der Tätigkeit an der Kasse, beim Schreiben am PC, bei handwerklichen Arbeiten oder bei sportlichen Aktivitäten.