Schmerzen, Kribbeln, Brennen, steife Gelenke: Ein Mausarm entsteht, wenn über Jahre hinweg dauerhaft gleichförmige Bewegungen ausgeführt werden. Winzige Verletzungen (Mikrotraumen) summieren sich so über die Zeit zu einem Krankheitsbild, das die Betroffenen erheblich einschränken kann. Bei frühzeitiger Diagnose bestehen gute Heilungsaussichten – doch wenn der Mausarm chronisch wird, ist eine Genesung oft schwierig. Im schlimmsten Fall droht dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Was sind die typischen Mausarm-Symptome? Welche Vorbeugemaßnahmen sollte man treffen? Und welche therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung des Mausarms gibt es? Alle wichtigen Antworten und mehr zum Thema chronischer Überlastung finden Betroffene im Folgenden.

Mausarm-Symptome – Früherkennung ist wichtig

Im Anfangsstadium machen sich die Symptome des Mausarms vor allem nach längeren Belastungen bemerkbar. Stundenlanges Tippen oder Mausklicken bei der Arbeit, bei PC-Spielen oder langen Tablet- oder Smartphone-Sitzungen führt zu Schmerzen, Kribbeln oder Missempfindungen im Bereich der Hand und des Unterarms. Sie klingen rasch ab, wenn die Tätigkeit eingestellt wird – und gerade das verhindert oft, dass die Betroffenen im Frühstadium ärztliche Hilfe suchen. Eine Verschlechterung zeichnet sich ab, wenn die Beschwerden bereits nach kürzerer Zeit auftreten oder nach Beendigung der auslösenden Tätigkeit länger anhalten. Spätestens dann ist der Gang zum Arzt notwendig, um zu verhindern, dass der Mausarm chronisch wird. Im chronischen Spätstadiumtreten die Beschwerden auch in Ruhephasen oder bei geringfügigen Belastungen auf. Dadurch werden Arbeiten und meist sogar einfache Handgriffe im Haushalt unmöglich. Mehrwöchige Pausen führen zu einem Abklingen der Beschwerden, die jedoch rasch – nach Minuten bis Stunden – wieder einsetzen, wenn die auslösende Tätigkeit erneut aufgenommen wird.

Wie kommt es zum Mausarm?

Zwei wichtige Mechanismen sind an der Entstehung eines Mausarms beteiligt: Mikrotraumen, sprich kleine Verletzungen, die bei vielfacher Wiederholung zu Dauerschäden führen, und Lernprozesse im Schmerzgedächtnis. Die Verletzungen entstehen durch eine Kombination aus Fehlhaltung und ständiger Wiederholung gleichförmiger Bewegungen. Daraus resultieren Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und Überlastungen von Sehnen und Bindegewebsstrukturen. Sie führen zu örtlich begrenzten Schwellungen, verminderter Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen und lokalen Entzündungen.

Zunächst bleiben diese Veränderungen unbemerkt oder sind nur als Missempfindung oder Kribbeln spürbar. Erst, wenn die Schädigung fortschreitet, treten Schmerzen auf. Werden dann keine Gegenmaßnahmen ergriffen, kommt es zur Chronifizierung. In dieser Phase lernt das Gehirn, dass bestimmte Tätigkeiten Schmerzen verursachen. Der „Lernerfolg“ wird durch die ständige Wiederholung verstärkt. So prägt sich das Schmerzgedächtnis einen Zusammenhang zwischen der Tätigkeit und dem Schmerz ein: Hier vermuten Experten den Grund dafür, dass die Beschwerden auch nach längeren Belastungspausen sehr schnell zurückkehren.

Wie man einem Mausarm vorbeugen kann

Sehr häufig wird der Mausarm, ein sogenanntes RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury – in etwa „Verletzung durch wiederholte Überbelastung“), durch eine mangelnde Ergonomie am Arbeitsplatz verursacht. Schlechte Sitzhaltung, ein zu hoch oder zu niedrig eingestellter Stuhl, fehlende Handballenauflagen an Maus und Tastatur begünstigen die Entstehung eines Mausarms. Hinzu kommen oft ungünstige Bewegungsabläufe und Gelenkstellungen (Zwangshaltungen), die Überbeanspruchungen von Gelenken, Muskeln und Sehnen verursachen. Eine gerade, bequeme Sitzhaltung mit entspannten Schultern und Armen, eine möglichst neutrale Stellung der Handgelenke beim Arbeiten (nicht seitlich abgeknickt oder angewinkelt) und eine ergonomische Tastatur oder Maus reduzieren das Krankheitsrisiko. Auch Stuhl, Monitor und Arbeitsfläche sollten auf korrekte Höhen und Abstände geprüft werden.

Diagnose Mausarm – was tun?

Eine ergonomische Umgestaltung des Arbeitsplatzes ist grundsätzlich sinnvoll. Hier ist auch eine Rücksprache mit dem Arbeitgeber oft hilfreich, der gegebenenfalls für eine Anpassung sorgen kann. Je nach Ausprägung, Art und Dauer der Beschwerden kann der Arzt folgende Therapieformen verordnen oder einleiten:

  • Kurzzeitige Verabreichung von Schmerzmitteln (Analgetika) und entzündungshemmenden Medikamenten, die jedoch keine Dauerlösung darstellt
  • Zeitweise Ruhigstellung der Hand oder des Unterarms durch eine Mausarm-Bandage oder Orthese
  • Wärme- oder Kältebehandlungen
  • Erlernen eines Entspannungsverfahrens wie Progressive Muskelrelaxation (PMR)
  • Krankengymnastik und ergonomische Bewegungsschulung
  • Bewegungsbäder der betroffenen Hand
  • Begleitende Psychotherapie, um ein Umlernen des Schmerzgedächtnisses zu unterstützen

Regelmäßige kurze Arbeitspausen und leichte Bewegungsübungen tragen dazu bei, Muskelspannungen abzubauen, die Durchblutung und den Lymphabfluss anzuregen und Schmerzreize zu vermindern.

Wie kann eine Mausarm-Bandage helfen?

Um Schmerzreize und ungünstige Belastungen der geschädigten oder gereizten Gewebe zu verringern, ist bei einem Mausarm eine Bandage wie die ManuTrain Aktivbandage sinnvoll. Insbesondere in der Bewegung übt das Gestrick der Aktivbandage ManuTrain einen gleichmäßigen zirkulären Druck auf das Handgelenk aus, gibt sicheren Halt und bewirkt bei Bewegung einen massageähnlichen Effekt (Wechseldruckmassage). Dies lindert Schmerzen und verhindert zudem die ständige Aktivierung des Schmerzgedächtnisses. Die in das anatomisch geformte Gestrick eingearbeiteten Pelotten fördern den Abbau von Schwellungen (Ödemen) und lindern dadurch den Druck auf Nerven, Blutgefäße und Sehnen. Auf diese Weise trägt die ManuTrain dazu bei, möglichst optimale Bedingungen für das Abklingen der Beschwerden zu schaffen. Über den anformbaren Innenhandstab und den elastischen Handgelenkgurt lässt sich der Stabilisierungsgrad der Bandage auf die Stärke der Schmerzen einstellen. So schützt die Bandage das Handgelenk vor übermäßiger Belastungder verletzten Strukturen und beschleunigt die Regeneration. Dank der atmungsaktiven Materialien und der freien Beweglichkeit der Finger ist die ManuTrain Aktivbandage besonders alltagstauglich und bietet einen hohen Tragekomfort.