Welcher Zusammenhang besteht zwischen Diabetes mellitus und Fußproblemen?

Der Diabetes mellitus (sog. „Zuckerkrankheit“) bezeichnet eine chronische Stoffwechselstörung, die durch eine gestörte Glukoseaufnahme der Zellen oder durch eine verminderte Insulinproduktion verursacht wird. Kennzeichen des Diabetes sind langanhaltende, hohe Blutzuckerwerte und dadurch verursachte Folgeschäden an verschiedenen Organsystemen, unter anderem an Gefäßen und Nerven.

Unter dem Begriff des diabetischen Fußsyndroms werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, die alle als Ursache eine Schädigung der Gefäße (Angiopathie) und/oder der Nerven (Neuropathie) haben. Gefährdet sind insbesondere Menschen, die in Folge der Nervenschädigung eine herabgesetzte Sensibilität an den Füßen haben. Typisch ist eine reduzierte Berührungsempfindlichkeit, welche die Zehen oder auch größere Areale der Füße umfassen kann.

Durch das reduzierte Gefühls- und Schmerzempfinden werden Verletzungen oder Druckstellen der Haut nicht bemerkt. Gleichzeitig ist das „Heilpotential“ des Körpers durch die Diabeteserkrankung gestört und kleine Verletzungen können sich rasch zu Geschwüren (Ulcera) entwickeln. Durch eine Besiedelung mit Bakterien kann es zu schweren Infektionen  kommen. In solchen Fällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da eine verzögerte oder unzureichende Behandlung im schlimmsten Fall eine Amputation erforderlich machen kann.