Liebe Interessenten, 

Eine Arthrose bereitet uns Gelenkschmerzen, Asthma macht uns kurzatmig und eine Krampfader sieht bedrohlich aus. All diese Dinge führen uns zum Arzt und damit zu einer Diagnose. Anders sieht es mit Krankheiten aus, die tief in unserem Inneren ablaufen – wie zum Beispiel der Diabetes, auch als Zuckerkrankheit bekannt. Frühsymptome werden kaum wahrgenommen und oft erfahren die Betroffenen durch Zufall, dass sie an der Zuckerkrankheit leiden. Mit unserem Dossier Diabetes möchten wir Ihnen das Thema näher bringen, über seine Ursachen und Auswirkungen aufklären und Ihnen helfen, mit der Krankheit besser umgehen zu können – getreu dem Motto: Man muss etwas kennen, um es zu erkennen.

Ihr Experten-Team der Bauerfeind AG

Häufig gestellte Fragen / FAQ´s zum Thema Zuckerkrankheit

Diabetes erkennt vor allem der Arzt an zu hohen Blutzuckerwerten. Bei einem Diabetes kann der Körper die Kohlenhydrate aus der Nahrung nicht mehr vollständig verwerten, somit bleibt Zucker (Glucose) im Blut zurück, was bei einer Laboruntersuchung messbar ist.

Typische Anzeichen für hohe Blutzuckerwerte sind:

  • Vermehrter Durst
  • Ausscheiden großer Harnmengen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Sehstörungen
  • Wadenkrämpfe
  • Juckreiz
  • Trockene Haut
  • Entzündungen der Haut
  • Schlecht heilende Wunden
  • Infektionen an den Geschlechtsorganen
  • Harnwegsinfekte

Da die Symptome sehr allgemeingültig sind, kann Ihnen nur eine Untersuchung beim Arzt Gewissheit verschaffen, ob sie an Diabetes leiden und wenn ja, an welchem Typ.

Bei dem Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr. Betroffene müssen ihrem Körper daher ein Leben lang Insulin zuführen. Bei dem Typ-2-Diabetes hingegen wird zwar Insulin produziert, seine Wirkung ist aber vermindert. Um dies auszugleichen, reagiert der Körper mit einer erhöhten Produktion von Insulin. Auf Dauer hält die Bauchspeicheldrüse dieser Überproduktion jedoch nicht stand und produziert zunehmend weniger Insulin oder stellt die Herstellung sogar ganz ein. 
Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes hängen die Erkrankung und der Verlauf eines Typ-2-Diabetes stark von der Lebensweise ab. Mit ausreichend Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und ausgewogener Ernährung lässt sich ein Typ-2-Diabetes Risiko verringern oder der Verlauf zumindest soweit verbessern, dass unter Umständen keine Medikamente oder Insulin notwendig sind.

Die Behandlung hängt vom Typ der Erkrankung ab. Beim Typ-1-Diabetes müssen die Betroffenen ihrem Körper regelmäßig Insulin zuführen. Je nach Ausprägung geschieht das ein- oder mehrmals am Tag über Tabletten oder Spritzen. Außerdem müssen die Insulinwerte regelmäßig kontrolliert werden und auf die Menge des über die Nahrung aufgenommenen Zuckers geachtet werden. Ähnlich ist es beim Typ-2-Diabetes. Auch hier wird mit der Gabe von Medikamenten gearbeitet. Zusätzlich können die Betroffenen aber auch über ihre Lebensweise Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung nehmen und so Folgeschäden vermeiden.

Kommt es zur Entwicklung eines Diabetischen Fußsyndroms, sollte dieses unbedingt ärztlich behandelt werden. Außerdem empfiehlt es sich, auf geeignetes Schuhwerk umzusteigen oder den Fuß mit einer passenden Weichschaumeinlage zu unterstützen.

Der Diabetes mellitus (sog. „Zuckerkrankheit“) bezeichnet eine chronische Stoffwechselstörung, die durch eine gestörte Glukoseaufnahme der Zellen oder durch eine verminderte Insulinproduktion verursacht wird. Kennzeichen des Diabetes sind langanhaltende, hohe Blutzuckerwerte und dadurch verursachte Folgeschäden an verschiedenen Organsystemen, unter anderem an Gefäßen und Nerven.

Unter dem Begriff des diabetischen Fußsyndroms werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, die alle als Ursache eine Schädigung der Gefäße (Angiopathie) und/oder der Nerven (Neuropathie) haben. Gefährdet sind insbesondere Menschen, die in Folge der Nervenschädigung eine herabgesetzte Sensibilität an den Füßen haben. Typisch ist eine reduzierte Berührungsempfindlichkeit, welche die Zehen oder auch größere Areale der Füße umfassen kann.

Durch das reduzierte Gefühls- und Schmerzempfinden werden Verletzungen oder Druckstellen der Haut nicht bemerkt. Gleichzeitig ist das „Heilpotential“ des Körpers durch die Diabeteserkrankung gestört und kleine Verletzungen können sich rasch zu Geschwüren (Ulcera) entwickeln. Durch eine Besiedelung mit Bakterien kann es zu schweren Infektionen  kommen. In solchen Fällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da eine verzögerte oder unzureichende Behandlung im schlimmsten Fall eine Amputation erforderlich machen kann.

Ein diabetisches Fußsyndrom beginnt meist mit kleinen Verletzungen der Fußhaut, welche aufgrund der Gefühlsstörung nicht bemerkt werden. Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung eines diabetischen Fußsyndroms:

  • Barfuß im Freien laufen (Verletzungsgefahr)
  • Bildung von Hornhautschwielen
  • Eingewachsene Zehennägel und Hühneraugen
  • Ungeeignetes Schuhwerk (Druckstellen)
  • Schlechte Fußpflege
  • Eingeschränktes Sehvermögen
  • Extremes Übergewicht (Adipositas, BMI ≥ 35)
  • Ungesunde Lebensweise (Rauchen, zu viel Alkohol, keine Bewegung, falsche Ernährung, …)
  • Einnahme von Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken
  • Fußgerechte Konfektionsschuhe (weit, hoher Spann, steife Sohle, keine drückenden Nähte)
  • Diabetesschutzschuhe mit weichem, nahtfreiem Obermaterial und herausnehmbarer Weichpolstersohle
  • Orthopädische Maßschuhe bei vorhandenen Deformitäten
  • Entlastungsschuhe (bei bestehenden Defekten)
  • Verbandschuhe (bei bestehenden Defekten)