Schmerzt das Handgelenk bei Belastung, ist das Handgelenk geschwollen oder seine Beweglichkeit eingeschränkt? Dann könnte es sich um Arthrose im Handgelenk handeln – den umgangssprachlichen Gelenkverschleiß. Bei dieser degenerativen Erkrankung nimmt die Dicke des Knorpels ab, der im Gelenk für die Schmierung zwischen den Kontaktflächen der Knochen sorgt. Eine Heilung ist nicht möglich, jedoch lässt sich einer Verschlimmerung mit der richtigen Therapie entgegenwirken. Es gilt: Je früher Patienten mit der Arthrose-Hand-Behandlung beginnen, desto besser. Die wichtigsten Ziele sind dabei Schmerzlinderung und Förderung der Beweglichkeit des betroffenen Gelenks. 

Was sind die Ursachen für Arthrose im Handgelenk?

Verschiedene Ursachen kommen für die Arthrose in der Hand infrage. Meist entsteht diese ohne nachweisbare Ursache (primäre Arthrose). Wissenschaftler gehen von einer vererbten Anlage aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Gelenke abnutzen, steigt dabei zusätzlich mit fortschreitendem Lebensalter.

Bei sekundären Arthrosen lösen Verletzungen oder Erkrankungen, wie zum Beispiel rheumatoide Arthritis und Gicht, das Krankheitsbild aus. Auch eine andauernde Überbelastung kann die Ursache sein. Gerade Berufe, die viel Handeinsatz fordern, sind oft von der Diagnose „Arthrose-Handgelenk“ betroffen – darunter zählt Klavierspielen genauso wie das Bedienen eines Presslufthammers.

Das Handgelenk ist fundamental anders aufgebaut als zum Beispiel Schulter und Hüfte. Die Gelenkregion entspricht hier nicht einem Kopf und einer Pfanne. Stattdessen befinden sich die Gelenkflächen zwischen der Speiche und den Handwurzelknochen. Diese Zwischenräume sind mit Knorpel ausgestattet. Die Entwicklung einer Knorpelabnutzung oder -zerstörung ist prinzipiell in jedem Bereich des Handgelenks möglich.

Meist ist mit der Handgelenksarthrose eine Arthrose zwischen Speiche und Handwurzelknochen gemeint, besonders zwischen Speiche und Kahnbein. Die häufigste Form der primären Arthrose in der Hand ist die Rhizarthrose (Daumensattelgelenksarthrose). Das STT-Gelenk (Skapho-trapezio-trapezoidales) liegt in der Nähe des Sattelgelenks und ist ebenfalls oft der Ort einer primären Arthrose.

Für Handchirurgen haben auch posttraumatische Arthrosen als Folge von Verletzungen eine große Bedeutung im Behandlungsalltag. In vielen Fällen führt ein Unfall unter anderem dazu, dass ein Knorpel abgesprengt wird und es im Gelenk zu einer gestörten Biomechanik kommt.

Zusammengefasst gibt es folgende typische Ursachen:

  • altersbedingte Abnutzung
  • andauernde Überlastung
  • entzündliche Erkrankungen
  • schwere Bandverletzungen
  • schlecht verheilter Knochenbruch

Welche Symptome zeigen Arthrose im Handgelenk an?

Der Verschleiß von Gelenken erfolgt schleichend und zieht sich über viele Jahre hin. Erste Symptome einer Arthrose-Hand sind belastungsunabhängige Schmerzen im Handgelenk. Meist spüren Betroffene einen dumpfen Schmerz oder ein Brennen. In einigen Fällen tritt ein Morgenschmerz mit gewisser Gelenksteife auf, der im Tagesverlauf zurückgehen kann.

Im weiteren Verlauf bereitet das Arthrose-Handgelenk Symptome wie zunehmend belastungsabhängige Beschwerden, die auch in Ruhestellung auftreten. Mit fortschreitender Beschädigung des Gelenks nimmt die Bewegungseinschränkung zu und in vielen Fällen schwellen zudem die Weichteile um das Gelenk herum an.

Wer frühzeitig mit der Arthrose-Hand-Therapie beginnt, kann den fortschreitenden Verlauf der Arthrose in der Hand lange aufhalten und eine Operation hinauszögern oder ganz vermeiden.

Wie erfolgt die Diagnose?

Im Rahmen einer Befragung des Patienten und unter Berücksichtigung des aktuellen Beschwerdebilds kann der Arzt bereits eine Verdachtsdiagnose stellen. Zur Absicherung der Diagnose „Arthrose-Handgelenk“ folgt ein Röntgenbild, anhand dessen häufig die Abnutzung des Gelenks und der Schweregrad der Arthrose festgestellt werden können. Lässt sich anhand der Röntgenbilder keine eindeutige Diagnose stellen, können zusätzliche Untersuchungen wie eine Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT/MRT) durchgeführt werden. Abhängig von der festgestellten Ursache leitet der Arzt die Therapie ein.

Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

Abhängig von der Ursache und dem Krankheitsstadium leitet der Arzt bei Arthrose im Handgelenk die Behandlung ein. Dabei gilt es, die Ansprüche des Patienten an dieFunktion seines Gelenks in den Mittelpunkt zu stellen. Eine medikamentöse Therapie zur Wiederherstellung der Knorpel gibt es allerdings bis heute nicht. Die Hauptziele der Behandlung von Arthrose der Hand sind daher Schmerzlinderung, Beweglichkeitserhaltung und -verbesserung.

Ergo- und physiotherapeutische Maßnahmen sind bewährte Mittel, den Symptomen entgegenzuwirken. Im Vordergrund der Behandlung stehen:

  • manuelle Therapie
  • krankengymnastische Übungen und funktionelles Alltagstraining
  • Wärmeanwendungen wie Ultraschall oder Parafinbad  sowie Umschläge und Handbäder

Lassen sich die Gelenkschmerzen im Rahmen der konservativen Therapie nicht länger kontrollieren, sind operative Maßnahmen in Betracht zu ziehen. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen der gezielten Ausschaltung des betroffenen Gelenkabschnitts (Resektionsarthroplastik) im Handgelenk oder der Versteifung des Gelenks (Arthrodese bzw. Teilarthrodese). Die Resektionsarthroplastik ist weniger kompliziert, hat jedoch eine mehr oder weniger starke Kraftminderung zur Folge. Im Vergleich dazu ermöglicht die Versteifung des Gelenks eine nahezu beschwerdefreie Entfaltung der Kraft und Beweglichkeit, wenn auch mit verringertem Bewegungsausmaß. Für die verschiedenen Operationen gilt, dass der Nutzen einer durchgeführten OP für den Betroffenen die folgenden Nachteile überwiegen muss.

Therapie: Das Arthrose-Handgelenk mit einer Aktivbandage entlasten

Bandagen sollen bei Handgelenksarthrose das alltägliche Leben erleichtern und für schmerzfreie Bewegung sorgen. Dabei hat sich die anatomisch geformte Aktivbandage ManuTrain bewährt, die das Handgelenk bei einer Arthrose optimal stützt, stabilisiert und massiert. Das atmungsaktive Gestrick sorgt für ein angenehmes Tragegefühl, während eingearbeitete Polster (Pelotten) den Druck von Nerven und Gefäßen ableiten und schmerzlindernd wirken. Ein individuell einstellbarer Stab hält das Handgelenk in Funktionsstellung und sorgt so für die nötige Entlastung und Stabilisierung. Da die ManuTrain Aktivbandage die Finger freilässt, kann sie bei fast allen Alltagstätigkeiten getragen werden. Gleichzeitig lindert die medizinische Bandage die auftretenden Schmerzen bei der Arbeit und in der Freizeit. Dank der beiliegenden Anziehhilfe lässt sie sich ganz leicht mit einer Hand anlegen.