Zu Gast in der University Hill Elementary School Vancouver

„Ich hoffe, ihr kommt wieder mal“

06.02.2010

Mucksmäuschenstill war es vergangenen Freitag in der voll besetzen Turnhalle der University Hill Elementary School in Vancouver: Mehr als 250 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zwölf Jahren wollten ganz genau mitbekommen, was die Gäste aus dem fernen Zeulenroda über die Arbeit des Bauerfeind-Teams bei den Olympischen Spielen berichteten. Am Ende überhörten alle fast das Klingelzeichen.

Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind allgegenwärtig in der integrativen Grundschule der staatlichen Universität in Vancouver: Die Flure und Klassenzimmer sind geschmückt mit Fahnen, olympischen Ringen, Medaillen und Nachbildungen der Fackel. Vor allem die Zweitklässler von Eleni Georgantas beschäftigen sich intensiv mit dem Thema. Die 20 Kinder aus sieben Nationen basteln und malen bzw. schreiben über Olympia und sammeln Materialien zu den einzelnen Sportarten.

„Ich möchte bei den Kindern Begeisterung für die olympische Idee wecken. Dazu gehört auch ihnen zu zeigen, dass man einander stets fair, respektvoll und freundlich begegnet und für Gäste alles tut, damit sie sich wohlfühlen“, erklärte Eleni Georgantas als sie vor einer Woche das erste Mal auf Christian Grimm und Simone Gebler traf. Die beiden Bauerfeind-Mitarbeiter waren gerade aus Zeulenroda in Vancouver eingetroffen und standen buchstäblich im Regen. Die Grundschullehrerin bot ihr Auto an und fuhr die Ankömmlinge schnell in die Stadt zum Akkreditierungsbüro. „Wir waren so angetan von Eleni, ihrer Hilfsbereitschaft, ihrem Engagement und ihrem Olympiaprojekt, dass wir spontan zusagten, ihre Klasse zu besuchen“, berichtet Christian Grimm, Teamleiter Unternehmenskommunikation bei Bauerfeind.

 Die Nachricht, dass deutsche „Olympiateilnehmer“ über die medizinische Versorgung im Olympischen Dorf berichten werden, verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Schule und weckte Interesse bei den anderen Kindern: Elenis Kollegen baten darum, mit ihren Klassen auch dabei sein zu dürfen, wenn Einblicke hinter die Kulissen Olympias gewährt werden. Die Schüler malten Willkommens-Bilder. Anstelle eines Unterrichtsraumes wurde die Turnhalle gebucht und eine kleine Tanzgruppe eingeladen.

Aufmerksam verfolgten schließlich über 250 Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer den Vortrag über das Olympiaengagement der Bauerfeind AG: Als „Friend of the Games“ ist das Unternehmen für die Athleten aller 83 Nationen da. Verletzen sich Sportler liegen Bandagen und Orthesen bereit. Orthopädietechniker von Bauerfeind sind im Olympischen Dorf, um die Produkte korrekt anzulegen und gegebenenfalls anzupassen. Vor dem Mikrofon, an dem die Kinder ihre Fragen loswerden konnten, bildete sich eine lange Schlange. Die Kleinen wollten ganz genau wissen, wie viele Athleten betreut werden. Sie interessierten sich für die Verpflegung im Olympischen Dorf, die Anreise mit dem Flugzeug, die Finanzierung der Spiele, die Akkreditierung um den Hals der Gäste oder die Farbe von Kompressionsstrümpfen. Olympia zog alle so in den Bann, dass selbst die Lehrer fast das Klingelzeichen überhört hätten.

Im Gegensatz zu den übrigen Kindern durften Elenis Schützlinge die Gäste noch zwei weitere Stunden befragen. Dann ließen sie es sich nicht nehmen, noch rasch ihre Bilder zu signieren. „Danke für euren Besuch“ oder „Viel Spaß bei Olympia“, stand da geschrieben und auch: „Ich hoffe, ihr kommt wieder mal.“


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