Erfahrungsaustausch “Future of Compression”

Experten diskutieren über die Zukunft der Kompressionstherapie

31.03.2017

Am Samstag, den 18. März 2017, trafen sich international anerkannte Gefäßexperten in Zeulenroda-Triebes, um über die Zukunft der Kompressionstherapie zu diskutieren. Die Fachärzte folgten der Einladung der deutschen Phlebologie-Professorin Stefanie Reich-Schupke mit Unterstützung von Bauerfeind. Forschungsbedarf besteht laut der Teilnehmer unter anderem zur Wirkweise der Kompression, um sie für bestehende Indikationen zu sichern und für „neue“ einsetzen zu können.

Seit Mitte Januar hat Dr. Stefanie Reich-Schupke die – soweit bekannt – weltweit einzige Professorenstelle für Phlebologie am Venenzentrum der Ruhr-Universität in Bochum inne. Für den Gedankenaustausch zur Kompressionstherapie hat sie renommierte, internationale Experten eingeladen, darunter Dr. Nick Morrison (USA), Prof. Dr. Hugo Partsch (Österreich), Dr. Giovanni Mosti (Italien), Prof. Evgeny Shaydakov (Russland), Prof. Markus Stücker (Deutschland) und Dr. Werner Blättler (Schweiz). Interessante Ansätze sammelten die insgesamt 23 Teilnehmer unter anderem zu neuen Indikationen, wie entzündlichen Dermatosen und neuropathischen Erkrankungen. „Hier bedarf es einer intensiven Forschung zur tatsächlichen Wirkweise der Kompression. Dann können wir auch neue Indikationen für die Therapie berücksichtigen und den bisherigen Einsatz von Kompression optimieren“, erklärt Prof. Dr. Reich-Schupke. „Es gibt zudem offene Fragen, was die richtige Dosis (entspr. Druck), die Elastizität bzw. Steifheit des Materials und die Kompressionsdauer betrifft. Wir benötigen mehr Wissen über die Grundlagen des Kompressionseffekts, zum Beispiel auch im Hinblick auf Entzündungen“, ergänzt die junge Professorin und nimmt die Anregungen der Anwesenden zu neuen Textilien, Parametern und Produkten mit. Auf dieser Grundlage wird Prof. Dr. Stefanie Reich-Schupke nun die ersten Schwerpunkte ihrer Universitätsarbeit definieren.

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