Seite 32 - Bauerfeind_life_02_2012

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life
magazin 3/2012
BEWEGUNG ERLEBEN
Weitere Informationen
zu Kursangeboten für Snowboarder sowie Kontaktdaten findet man in
der Regel auf den Webseiten der Skigebiete. Eine Übersicht für Deutsch-
land ist beim Deutschen Skiverband zu finden:
www.davplus.de
(Rubrik
Snowboard/Ski und Skischule). Die Homepage der Skischul- und Snow-
boardverbände in der Schweiz lautet:
www.schweizer-skischule.ch/de
.
den zurückgreifen kann, rutscht zum Testen
seitlich über einen glatten Fußboden. Das
Bein, das vorne ist, gibt auch auf dem Snow-
board die Richtung vor.
Die zweite Frage richtet sich ans Schuhwerk:
Hard- und Softboots stehen zur Auswahl,
wobei Letztere vor allem bei den ersten
Snowboardversuchen für mehr Komfort und
Bewegungsfreiheit sorgen. Hartschalen-
schuhe sind vor allem dann eine Alternative,
wenn es um schnittig-rasante Abfahrten auf
der Piste geht. Ausgestattet mit wasser-
fester Winterbekleidung (gerne mit einer
speziell gepolsterten Snowboardhose), Helm
und Handschuhen (z. B. mit integriertem
Handgelenkschoner) geht es dann auch
schon in Richtung Anfängerhügel.
Die ersten Schritte unternimmt man am
besten unter Anleitung eines geprüften
Snowboardlehrers, denn der weiß, worauf es
bei der Fahrtechnik ankommt. Die grund-
legenden Basics beginnen beim richtigen
Anschnallen des Snowboards und enden
beim optimalen Abfangen von Stürzen, denn
die sind bei den ersten Steh- und Drehversu-
chen sicherlich Teil des Programms. Im ein-
fachen Gelände wird schließlich die richtige
Kurventechnik Übung für Übung aufgebaut
und auch die Hürde Lift ist dank fachkun-
diger Einweisung schnell gemeistert. Ein
bisschen Ehrgeiz und Talent vorausgesetzt,
ist der Anfängerhügel bereits nach wenigen
Stunden Geschichte.
Wenn es dann weiter auf die „richtige“ Piste
geht, nimmt das Vergnügen erst richtig Fahrt
auf. Und bald stellt sich dann schon die
Frage, ob lieber Powder, Piste oder (Half-)
Pipe.
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Freerider, Freestyler und
Alpinboarder
Elegant und beinah schwerelos surfen
Freerider mit ihren Snowboards durch die
unverspurten Tiefschneehänge – für viele
Boarder die Königsdisziplin ihrer noch recht
jungen Sportart. Erst seit den 1990er-Jahren
sind Snowboarder aus den Wintersportge-
bieten nicht mehr wegzudenken – und nach
wie vor ist der Zulauf ungebrochen. Während
die einen mit ihren Freerideboards durch
den Tiefschnee powdern, gleiten die anderen
auf Alpinboards rasant und dynamisch über
die Piste. Oder zaubern mit den wendigen
Freestyleboards in den Funparks spektaku-
läre Tricks in die Lüfte. Was oft nach klarer
Trennung aussieht, hat vieles gemeinsam
– vor allem wenn es darum geht, den ersten
Sprung aufs Board zu wagen.
Wer als Einsteiger noch unschlüssig ist,
welche Disziplin später den Winterurlaub
dominieren soll, beginnt seine Snowboard-
karriere am besten im gut sortierten Snow-
boardverleih. Abhängig von der Körpergröße
wird hier nach dem passenden Einsteiger-
board gesucht. Diese drehfreudigen Boards
sind oft mit flexiblen Bindungssystemen
ausgestattet, die eine einfache Veränderung
der Standposition erlauben.
„Regular“ oder „goofy“?
Womit wir bei der grundlegenden Frage
angelangt wären: „regular“ oder „goofy“?
Gemeint ist damit die persönliche Vorliebe,
welches Bein nach vorne positioniert wird,
denn der richtige Stand hat nachhaltig Ein-
fluss auf den Lernerfolg. Wer hier nicht auf
Erfahrungswerte vom Surfen oder Skateboar-
Freiheit pur: mit eleganten Moves durch den Tiefschnee, rasante Sprünge inklusive.
Ob Alpin, Freeride oder Freestyle, für jede
Disziplin gibt es spezielle Boardformen.
Bilder: Corbis/David Spurdens, Kessler-Swiss AG, Burton Sportartikel Gmbh, Bauerfeind, Fotolia/rcx