Seite 29 - Bauerfeind_life_02_2012

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magazin 3/2012
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„Bisher versuchten wir, allein durch Beob-
achtung und Befragung bei der Anprobe
alle notwendigen Details für den optimalen
Prothesenaufbau zu erfassen“, erklärt Paul
Fach. Doch häufig machen Patienten nur
unzureichende Angaben. Somit erfolgt der
Prothesenaufbau zum Großteil anhand von
Erfahrungswerten des Technikers. Paul Fach
war deshalb gespannt, wie sich das Analyse-
system Compas im Praxistest bewährt. Es
macht die Kräfte sichtbar, die zwischen dem
Prothesenschaft und der distalen Passteile-
konfiguration wirken. „Diese Schaftreak-
tionen sind wichtig für uns Techniker, denn
sie sind es, was der Patient fühlt. Bisher
waren wir nicht in der Lage, alle Effekte, die
durch den Schaftaufbau entstehen, zu erken-
nen. Compas gibt uns Empfehlungen für den
optimalen Prothesenaufbau“, erläutert der
Orthopädietechnikermeister.
„Markante Verbesserungen“
Für den Test wählten er und seine Kollegen
drei Unterschenkelamputierte aus: Pro-
band eins, 68 Jahre, amputiert nach einer
arteriellen Verschlusskrankheit. Proband
zwei, 42 Jahre, Amputation aufgrund eines
diabetischen Fußsyndroms. Proband drei,
Amputation vor drei Jahren aufgrund eines
posttraumatischen Syndroms mit Infekt.
Alle drei Prothesennutzer liefen bereits seit
einigen Jahren über größere Wegstrecken
unauffällig. Und doch gab es Verbesserungs-
potenzial: „Durch eine erste Gehprobe, die
von Compas gespeichert wurde, und die
anschließende erneute Analyse mit ver-
feinerter Stellungskorrektur erreichten wir
bereits nach zwei bis drei Durchgängen –
also innerhalb weniger Minuten – markante
Verbesserungen“, berichtet Paul Fach. So
attestierte ihm der erste Proband einen noch
geschmeidigeren Gang. Der zweite bemerkte
bereits nach dem ersten Analysedurchlauf
eine wesentliche Verbesserung bei der Fuß-
abrollung. Sogar eine seit Langem bestehen-
de Drucksymptomatik im Verlauf der unteren
Tibiakante war plötzlich verschwunden, ohne
dass die Techniker eine zunächst angedachte
Schaftumformung ausführen mussten. Der
dritte Proband empfand schon nach dem
zweiten Analysedurchlauf eine Verbesserung
durch eine ausgewogenere Stumpfbelastung.
„Dank des Compas-Systems lassen sich die
Belastungskräfte, die auf die Prothesenkon-
figuration bzw. direkt auf den Amputations-
stumpf wirken, so gering wie möglich hal-
ten“, sagt Paul Fach. Er möchte das System
künftig möglichst bei jeder Prothesenver-
sorgung einsetzen – insbesondere bei allen
Erst- oder Interimsversorgungen: „Denn der
Amputierte kann in diesem frühen Stadium
einer Versorgung oft nicht oder nur ungenü-
gend beschreiben, was er im Prothesenschaft
fühlt. Mit Compas sind wir von Beginn an auf
der sicheren Seite!“
Orthopädietechnikermeister Paul Fach (rechts) bereitet mit einem Uniprox-Mitarbeiter den Test vor. Der Compas Master mit Echtzeit-Ganganalyse.
Weitere Informationen
zum Analysesystem Compas und zu Schulungen erhalten Sie unter
der kostenlosen Servicenummer
0800-001 05 40
.
„Von Beginn an auf der sicheren Seite“
Analysesystem Compas im Praxistest
Das elektronische Analysesystem Compas ermöglicht es, den Kräfteverlauf in der
Prothese sichtbar zu machen und auf dieser Basis den Prothesenaufbau entspre-
chend zu optimieren. Davon konnte sich Orthopädietechnikermeister Paul Fach
vom Sanitätshaus Reichel & Platzer in Regensburg bei mehreren Testversorgungen
überzeugen.
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