Seite 18 - Bauerfeind_life_02_2012

Basic HTML-Version

18
life
magazin 3/2012
Starker Auftritt
Olympische Sommerspiele London 2012
Es war das Ereignis des Sommers: die Olympischen Spiele in London. Die Bauerfeind AG unter-
stützte mit einem eigenen Technikerteam die medizinische Versorgung aller 10.500 Athleten
aus 204 Nationen. Mehr als 700 Mal kamen dabei Bandagen, Orthesen, medizinische Kompres-
sionsstrümpfe und orthopädische Einlagen zum Einsatz.
Diese Momente werden unvergesslich
bleiben: der Siegeszug von Usain Bolt, der
Jubel im Olympiastadion bei der Ehrenrunde
von Siebenkämpferin Jessica Ennis oder der
Nervenkrimi beim Beachvolleyballfinale der
Herren. Die Athleten hatten in London beste
Bedingungen, um sportliche Höchstleistun-
gen erbringen zu können – unter anderem
ein ausgefeiltes medizinisches Versorgungs-
system. Daran war Bauerfeind 2012 erneut als
Partner des Olympia-Organisationskomitees
beteiligt: Die Bauerfeind AG lieferte Produkte
für die drei Polikliniken in Stratford (zen-
trales Olympiadorf), Eton Dorney (Olympia-
dorf Rudern, Kanu) und Weymouth Portland
(Olympiadorf Segeln) sowie für alle 35 Wett-
kampfstätten.
In der Poliklinik des zentralen Olympiadorfs
in Stratford arbeiteten vom 16. Juli bis
12. August insgesamt acht Bauerfeind-
Mitarbeiter aus Großbritannien, Deutschland
und den Niederlanden im Schichtdienst. Je
zwei Orthopädietechniker pro Tag sicherten
die Präsenz von 7 bis 23 Uhr. Die Poliklinik
Sie haben bereits fünf Olympiaeinsätze hinter
sich. Wie war es für Sie in London?
PD Dr. Wolfarth:
Olympische Spiele sind
immer etwas ganz Besonderes. Sicherlich war
es in London etwas einfacher zu arbeiten als
in Peking, da schon allein die sprachliche Bar-
riere wegfiel und es ein europäisches Umfeld
war. In Peking kamen die Zeitverschiebung,
eine andere Essenskultur und das andere
Klima hinzu.
Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit
dem Bauerfeind-Team bei der orthopädietech-
nischen Versorgung?
PD Dr. Wolfarth:
Völlig unkompliziert. Seit
Vancouver ist Bauerfeind ja auch in der Poli-
klinik des olympischen Dorfs vertreten – für
uns eine Idealsituation. Wenn wir etwas benö-
tigten, konnten wir auf dem kurzen Dienstweg
gleich die passende Versorgung bekommen.
Die Gesundheit steht im Vordergrund
Nachgefragt
Priv.-Doz. Dr. med. Bernd Wolfarth war als Leitender Mannschaftsarzt des deutschen Olympiateams
in London gemeinsam mit 22 Kollegen sowie 30 Physiotherapeuten und acht Sportpsychologen für
die Betreuung von rund 700 Personen – Athleten, Betreuern und Offiziellen – verantwortlich.
Was waren die häufigsten medizinischen
Probleme?
PD Dr. Wolfarth:
Wie erwartet Infekt-
erkrankungen. Im Verletzungsbereich muss
man unterscheiden. Da gibt es vielfach
einfache Probleme, die gleich direkt von
Physiotherapeuten behandelt und in den
Griff bekommen werden. Banale muskuläre
Verletzungen treten am häufigsten auf.
Schwere Verletzungen sehen wir zum Glück
selten.
Was geht in Ihnen vor, wenn Sie aus medizi-
nischer Sicht über die Einsatzfähigkeit eines
Sportlers entscheiden müssen?
PD Dr. Wolfarth:
Das ist immer eine schwie-
rige Entscheidung. Und ganz besonders
bei Athleten von Sportarten, die vielleicht
nur alle vier Jahre einmal, eben bei Olym-
pia, von der Öffentlichkeit wahrgenommen
werden. Wenn ein Athlet genau auf den
einen Moment hinarbeitet und dann durch
einen Infekt oder eine muskuläre Verletzung
ausgeschaltet ist, ist das ein persönliches
Drama, das einen selber auch mitnimmt, gar
keine Frage. In Bezug auf die Entscheidung
über eine Sport- bzw. Wettkampftauglichkeit
steht für uns jedoch immer die Gesundheit
des Sportlers im Vordergrund.
war offen für alle rund 16.000 Bewohner
des olympischen Dorfes in Stratford. Täglich
suchten daher Athleten aus unterschied-
lichsten Ländern ärztlichen Rat. Einige
benötigten Bauerfeind-Produkte, weil sie
sich verletzt hatten, ein altes Problem
wieder aufgebrochen war oder diverse
Überlastungserscheinungen auftraten.
Im Angebot waren hierfür Bandagen und
Orthesen aus der Bauerfeind-Produktpalette
für die Bereiche Fuß, Knie, Hüfte, Wirbelsäu-
le, Schulter, Hand und Ellenbogen. Hinzu
MEDICAL
Bilder: Bauerfeind, picture alliance/Kerim Okten
Priv.-Doz. Dr. med.
Bernd Wolfarth.
Das ausführliche
Interview mit ihm
lesen Sie unter
www.bauerfeind.
com/life
.