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life
magazin 2/2012
33
VORGESTELLT
AFOR (Association for Orthopaedic Research)
Der AFOR geht es vor allem um die Startförderung von neuen klinischen Forschungsprojekten.
„Ursprünglich kam die AFOR eher aus dem
operativen Bereich, aber schnell wurde klar,
dass auch andere Bereiche wie die Orthopä-
dietechnik sehr wichtig für unser Fachgebiet
sind“, erläutert Prof. Dr. med. Wolfram Mit-
telmeier, Präsident der AFOR-Stiftung. „Mit
der Förderung entsprechender Forschungs-
vorhaben signalisieren wir auch nach außen
die große Bedeutung der Technischen Ortho-
pädie im klinischen Bereich.“ So unterstützt
die Stiftung in diesem Jahr Forschungsvor-
haben zu Themen der konservativen oder
postoperativen/rehabilitativen Orthopädie
mit starkem Bezug zur Orthopädietechnik
mit bis zu 10.000 Euro. „Die Orthopädietech-
nik hat sich in den letzten Jahrzehnten stark
weiterentwickelt. Computergestützte Mess-
technik, neue Werkstoffe und Fertigungsver-
fahren fordern eine hohe klinische und prak-
tische Qualifikation bei der Anpassleistung“,
führt Prof. Mittelmeier aus. „Wir brauchen
aber weiterhin Studien, die die Wirksamkeit
der orthopädietechnischen Versorgung in der
konservativen Therapie belegen oder sie auch
kritisch hinterfragen. Deshalb ist es uns ein
besonderes Anliegen, klinische Vergleichsstu-
dien auf diesem Gebiet zu fördern.“
Bezug zur klinischen Praxis
Die AFOR-Stiftung konkurriert in ihrer
Fördertätigkeit nicht mit den großen Dritt-
mittelgebern wie der Deutschen Forschungs-
gemeinschaft DFG, sondern ergänzt deren
Arbeit. „Uns geht es vor allem darum, neuen
Projekten der klinischen Forschung mit unse-
ren Stipendien eine schnelle Startförderung
zu geben – beispielsweise für Personalmit-
tel“, erläutert Prof. Mittelmeier.
Die AFOR-Stiftung fördert nur Projekte, die
gut begründet sind: „Unser wissenschaft-
licher Beirat bewertet die eingereichten
Anträge nach einem strengen Kriterienka-
talog, bei dem das Projekt auf Methodik,
Arbeitsweise und Realisierbarkeit sowie
den Bezug zur klinischen Praxis überprüft
wird“, betont der AFOR-Präsident. „Ziel
unserer Preise und Stipendien ist es dabei
immer, Forschung nicht nur abschließend zu
belohnen, sondern sie vor allem zu fördern.
Deshalb muss die Hälfte des Wissenschafts-
preises nachweisbar für weitere Forschung
eingesetzt werden.“
Als die AFOR 1987 gegründet wurde, stand das Angebot europaweiter Kurse im Sinne
orthopädisch-traumatologischer Fortbildungsaktivitäten im Mittelpunkt. Heute
fördert die AFOR-Stiftung die Weiterbildung und die Forschung in Orthopädie und
Unfallchirurgie. Darüber hinaus verleiht sie einen Wissenschaftspreis und vergibt
Forschungs- und Reisestipendien. Dabei gewinnt die Technische Orthopädie zuneh-
mend an Bedeutung.
Prof. Dr. med. Wolf-
ram Mittelmeier,
Präsident der
AFOR-Stiftung.
Weitere Informationen
zur Arbeit der AFOR-Stiftung und zu aktuellen Ausschreibungen
erhalten Sie unter
www.afor.org
.
Anschub für neue Forschungs-
vorhaben