Seite 19 - Bauerfeind_life_02_2012

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life
magazin 2/2012
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der Testphase getragen. Sie hat nicht ge-
drückt, ich empfand sie als sehr sicher. Sie
ist stabil und bietet einen guten Tragekom-
fort, trotz der Versteifung. Man kann mit ihr
sehr früh vieles machen, Auto fahren oder
zur Arbeit gehen. Es zeigte sich, dass diese
Orthese die Kippbewegungen auf einem
Wackelbrett sehr gut protektioniert.
versorgt werden. Ein Bruch der Knöchel ist
mit ein bis zwei Prozent die Ausnahme.
Wie behandeln Sie Distorsion und fibulare
Bandruptur?
Prof. Zwipp:
Wenn eine schwere, stabile
Distorsion vorliegt mit bis zu sieben Grad
Taluskippung, kann ich die Behandlung mit
der MalleoLoc durchführen. Dann habe ich
keine relevante Instabilität, sondern eine
Kapselzerreißung. Wenn es über sieben Grad
Kippung oder sieben Millimeter Talusvor-
schub geht, muss man von einer relevanten
Bandruptur reden. Die entspricht einer
2+-Instabilität nach unserem Schema, das
von 1+ bis 3+ reicht. Hier würde ich unbe-
dingt die neue CaligaLoc empfehlen, weil sie
für eine sichere Behandlung ganz wichtig
ist. Wir setzen sie für fünf Wochen ein.
Haben Sie schon eine Rückmeldung von
­Patienten zur neuen CaligaLoc erhalten?
Prof. Zwipp:
Ja, und zwar durchweg positive.
Ich selbst habe die neue Orthese während
Prof. Dr. med. Hans Zwipp, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Uniklinikum Dresden.
MEDICAL
Literaturhinweis:
Zwipp, H. H. Tscherne, R. Hoffmann et al.: Riß der
Knöchelbänder: Operative oder konservative Behandlung?
Deutsches Ärzteblatt Heft 42; 2897–2902, 20.10.1988.