Seite 16 - Bauerfeind_life_02_2012

Basic HTML-Version

16
life
magazin 2/2012
Bilder: Dr. Bobka, Bauerfeind
Dr. med.
Timm Bobka,
Oberarzt der
Abt. Orthopädie
II, Ostseeklinik
Damp.
Eine Frage von Belastung und
Belastbarkeit
Arthrotische Veränderung des Großzehengrundgelenks
Der Hallux rigidus ist nach dem Hallux valgus die zweithäufigste Problematik an der Großzehe. Die
schmerzhafte Einsteifung des Grundgelenks infolge von Arthrose sollte so lange wie möglich kon-
servativ therapiert werden, sagt Dr. med. Timm Bobka von der Abteilung Orthopädie II der Ostsee-
klinik Damp. „Orthopädische Spezialeinlagen helfen, den Fuß wieder normal abrollen zu lassen.“
Das Gros der Hallux-rigidus-Patienten,
das Dr. Bobka sieht, ist zwischen 35 und
50 Jahre alt. „Die Männer sind oft nur uni-
lateral betroffen, vielleicht durch einseitige
Belastungen wie Fußballspielen, die Frauen
eher beidseitig“, schildert der Orthopäde. Als
Erklärung, warum im Fuß die Grunderkrankung
Arthrose so häufig im Großzehengrundgelenk
auftritt, wo dort keine axialen Körperlast­
kräfte herrschen, führt er die nicht unerheb-
lichen Scherkräfte an. Arthrose sei allgemein
eine Frage von Belastung und Belastbarkeit.
Diese fielen von Patient zu Patient, von Ge-
lenk zu Gelenk unterschiedlich aus.
Orthopädische Einlagen als Teil der
Maßnahmenkette
Die Erhaltung der Beweglichkeit im Groß­
zehengrundgelenk ist nebst Schmerzreduk-
tion Ziel aller Anstrengungen Dr. Bobkas.
Der Arzt nimmt aber auch gelenkerhaltende
operative Eingriffe wie Cheilektomien,
vorzugsweise Resektionsarthroplastiken
nach Valenti (unter Erhalt der Beugesehne),
vor. Versteifungsoperationen sind dann das
letzte Mittel.
Weit vorher in der Maßnahmenkette setzt
Dr. Bobka allerdings auf orthopädische
Einlagen. „Mit der ErgoPad redux hallux
steht mir eine flache, angenehm im Schuh zu
tragende Einlage zur Verfügung. Sie bewirkt
Außenbereichen des Ballens kann der Vorfuß
wieder plan auftreten und deutlich schmerz-
reduziert abrollen. Ausweichbewegungen
sollen dadurch vermieden werden.
„Um ein Gefühl für diese Einlage zu bekom-
men, trage ich sie gerade selbst, anstelle
meiner normalen Einlagen“, berichtet
Dr. Bobka. „Ich empfinde das Material als
angenehm. Und die ErgoPad passt gut in den
Schuh.“ Eine dünne PU-Deckschicht dämpft
Das Großzehengrundgelenk (GZG) ist häufig von Arthrose betroffen. Rechts: Milde Arthrose im GZG.
eine schnelle Entlastung des schmerzenden
Bereichs.“ Dr. Bobka kannte bisher die bet-
tenden Sporteinlagen von Bauerfeind für den
Spreiz- und Senkfuß.
Kein Ausweichen, normales Abrollen
Mit der ErgoPad redux hallux bestätigen
sich seine positiven Erfahrungen: „Einlagen
müssen einfach und schnell zu verwenden
sein. Kürzlich präsentierte mir eine Patientin
FOKUS
sechs wunderschöne Exemplare – frisch und
ungetragen. Ich bin sicher, das wird mit der
Bauerfeind-Einlage nicht passieren.“
Kernstück der ErgoPad redux hallux ist ein
zähelastisches Versteifungselement, das
unter dem Großzehengelenk seine Wir-
kung entfaltet. Statt stark belastet an den
und verteilt auftretende Kräfte unter dem
Vorfuß. Das Fazit des Orthopäden: „Ich kann
mir die Verordnung der Bauerfeind-Einlage
sehr gut als begleitendes Hilfsmittel einer
konservativen Therapie, zusätzlich zu Kran-
kengymnastik oder Physikalischer Therapie,
vorstellen.“