Seite 24 - Bauerfeind_life_01_2013

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life
magazin 1/2013
Bilder: Conny Kurz, Bauerfeind
MEDICAL
– eine klassische Weichschaumeinlage (B)
und die professional Ferse von Bauerfeind
(C) – verglichen. Die professional Ferse ist
ein mehrschichtig gepolsterter Einlagenroh-
ling mit einem freitragenden Kunststoffkern
mit zentraler Fersenaussparung, die weiter
plantar gefächert verläuft.
An der Studie nahmen 30 Patienten einer
orthopädisch-unfallchirurgischen Praxis in
Mittelfranken teil. Ihr Alter betrug im Durch-
schnitt etwas über 50 Jahre. Bei allen Patien-
ten lag eine plantare Fasziitis ohne weitere
zusätzliche mechanische Entlastung errei-
chen. Dies war lange Zeit nur mit individuell
gefertigten Einlagen möglich. Wir wollten
nun untersuchen, inwieweit auch industriell
vorgefertigte Einlagen einen solchen Effekt
erreichen können.
Wie sind Sie vorgegangen?
Prof. Dr. Walther:
Bei unserer randomi-
sierten, prospektiven Studie haben wir eine
dünne, im Internet erhältliche Polstereinlage
aus PU-Schaum (A) und zwei Markenprodukte
Maximalschmerz deutlich
verringert
Einlagenversorgung bei plantarer Fasziitis
Bei fußsohlenseitigem Fersenschmerz zählt eine Einlagenversorgung zur Standard-
therapie. Prof. Dr. med. Markus Walther, Ärztlicher Direktor und Chefarzt am Zentrum
für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Schön Klinik, München-Harlaching, leitete
eine Studie*, die verschiedene Einlagenkonzepte untersuchte, darunter die profes­
sional Ferse von Bauerfeind.
Herr Prof. Dr. Walther, was hat Sie dazu
­bewogen, die Studie durchzuführen?
Prof. Dr. Walther:
Fersenschmerz ist epide-
miologisch ein ganz großes Problem. Allein
in der Gruppe der 50- bis 60-Jährigen geht
man davon aus, dass fast jeder Zweite einmal
im Jahr Fersenbeschwerden hat – meist
aufgrund einer plantaren Fasziitis. Dabei
entzündet sich die Bindegewebsplatte der
Fußsohle dort, wo die Plantarfaszie an dem
Knochen ansetzt. Und zwar deshalb, weil die
Faszie im Laufe des Lebens an Elastizität ver-
liert. Das können Sie sich am besten so vor-
stellen: Sie tauschen ein Gummi-Bungeeseil
gegen ein Stahlseil aus und springen. Wenn
Sie am Anschlag sind, dann rumst es gewaltig,
weil die Spannung ganz plötzlich aufgebaut
und nicht weich abgefedert wird. Bei den be-
troffenen Patienten wird der Übergang dieser
Faszie in den Knochen, also die Aufhängung,
massiv belastet und fängt dann an auszurei-
ßen oder sich zu entzünden.
Mit einer Einlage lässt sich diese Struktur
entlasten. Dabei zielen einfache Einlagen-
konzepte allein auf eine Weichbettung des
Rückfußes ab, um die Druckmaxima beim
Fersenauftritt zu reduzieren. Man kann
aber durch eine Rückfußfassung und eine
mediale Abstützung in Verbindung mit einer
Hohllegung der betroffenen Strukturen eine
Prof. Dr. med.
Markus Walther,
Ärztlicher Direktor
und Chefarzt der
Schön Klinik,
München-Har­
laching.
Die Besonderheit der professional Ferse liegt in ihrem Aufbau und dem speziellen Einlagenkern.
Mikrofaserbezug
Kunststoffkern
Deckschicht mit
Polyurethan-Polster
langlebiges
Polyurethan-Polster
Pelotte
Unterbezug