Seite 22 - Bauerfeind_life_01_2013

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life
magazin 1/2013
Auf den richtigen Druck
kommt es an
Kompressions-, Antithrombose- oder Stützstrümpfe?
Stützstrumpf, medizinischer Kompressionsstrumpf oder Antithrombosestrumpf –
dass und wie sich diese Strumpfarten unterscheiden, ist nicht jedem bekannt. Dabei
sind sie – aus gutem Grund – für ganz unterschiedliche Einsatzbereiche konzipiert.
„Der medizinische Kompressionsstrumpf
(MKS) ist und bleibt die Basismaßnahme bei
Erkrankungen des Venen- und Lymphgefäß-
systems“, betont Dr. med. Claus Rombach,
Facharzt für Chirurgie und Phlebologie mit
chirurgischer Praxis in Donaueschingen.
Dorthin kommen viele Patienten mit Venen-
leiden. „Bei ihnen gilt es zu entscheiden, ob
ein MKS ausreicht oder ob eine weitergehen-
de Therapie erforderlich ist, eine Venen-OP
oder eine -verödung“, erklärt Dr. med. Claus
Rombach. „Und auch in der Nachbehandlung
kommen bei uns zur Sicherung des Therapie-
erfolgs wiederum MKS zum Einsatz.“ So rät er
seinen Patienten, die Kompressionsstrümpfe
nach dem Eingriff eine Woche lang Tag und
Nacht zu tragen, danach fünf Wochen lang
tagsüber. „Ob ein Patient darüber hinaus
vom MKS profitiert, ergibt die Nachunter-
suchung. Für mich stellt die Kompressions-
strumpfbehandlung postoperativ auch eine
sinnvolle Unterstützung zur physikalischen
Throm­boseprophylaxe dar.“
Standardisierter Druckverlauf
Bei MKS nimmt der Druck von der Knöchel­
region in Richtung Herz, also von distal nach
proximal, konstant ab. Durch diesen Druck-
verlauf wird unterstützt, dass das Blut nach
oben Richtung Herz geleitet wird. Der Druck
im Knöchelbereich ist ausschlaggebend für
die Einteilung in die vier Kompressions­
klassen (Ccl). Welche Ccl infrage kommt,
hängt von der Indikation und der individuel-
len Situation des Patienten ab. Das Herstel-
lungsverfahren für MKS wird nach der deut-
schen RAL-Gütesicherung GZ387 geprüft,
die Strümpfe sind zulasten der gesetzlichen
Krankenversicherung verordnungsfähig –
auch in Ccl 1!
Antithrombosestrumpf für bettlägerige
Patienten
Im Gegensatz zum MKS ist der medizinische
Thromboseprophylaxestrumpf (MTPS), meist
Antithrombosestrumpf genannt, deutlich
weniger standardisiert. Seine Kompression
liegt unter der Ccl 1. „Daher empfiehlt er
sich auch nicht bei Personen, die bereits
Venenleiden haben, da hier ein höherer
therapeutischer Druck erforderlich ist. Er
hat jedoch seine Berechtigung bei bettlä-
gerigen und frisch operierten Patienten, da
er einen der Thromboseprophylaxe förder­
lichen Ruhedruck aufbaut“, so Dr. Rombach.
„Für mobile Patienten kommen Antithrom-
bosestrümpfe aufgrund ihres geringen
Arbeitsdrucks nicht infrage.“ MTPS sind
ausschließlich in Seriengrößen – meist als
Schenkelstrümpfe – und aus Erkennungs-
gründen nur in Weiß erhältlich. Sie zählen
zum Krankenhausbedarf und sind nicht
verordnungsfähig.
Stützstrümpfe – nur für Venengesunde
Deutlich von MKS abzugrenzen sind Stütz-
strümpfe, wie Dr. Rombach betont. „Diese
empfehle ich Patienten, die ich untersucht
habe und bei denen keine Venenschwä-
che vorliegt, die aber im Rahmen anderer
Veränderungen eine Schwellneigung haben.“
Auch bei längeren Reisen könne ein solcher
MEDICAL
Bilder: privat, Bauerfeind
Dr. med. Claus
Rombach, Fach-
arzt für Chirurgie
und Phlebologie.
Dank des bewährten Größensystems
Perfect-Fit sichert der Unisex-Kompres­
sionsstrumpf VenoTrain soft die bestmög-
liche Passgenauigkeit bei Serienversor-
gungen für die Klassen Ccl 1 und 2. Er
steht in vier Seriengrößen in den Farben
„Natur“, „Caramel“, „Schwarz“ sowie neu
in „Espresso“ und „Marine“ zur Verfü-
gung. Der weiche und dennoch robuste
Strumpf ist auch als Einzelstrumpf er-
hältlich und wegen der zahlreichen Son-
derausführungen vielfältig einsetzbar.
Im Maßsortiment bietet der VenoTrain
soft beispielsweise auch Herren- und
Einbein-Strumpfhosen sowie Strumpfho-
sen mit komprimierendem Leibteil – in
„Natur“ sogar mit Expressfertigungsser-
vice. Bei Bestellung bis 10 Uhr wird der
Strumpf noch am gleichen Tag gefertigt
und versandt. Weitere Informationen
unter
www.bauerfeind.com
.
VenoTrain soft